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		<title>Regenschirme sind nur was für Weicheier!</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 19:12:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vancouvers Regen ist weltbekannt. Man sagte uns das schon vor unserer Abfahrt und als wir hier im Frühjahr ankamen, regnete es auch. Zwar nur mäßig, aber immerhin. Am zweiten Tag wurden wir von einem Servicedienst einer Autovermietung vom Hotel abgeholt, um unseren Mietwagen in Empfang zu nehmen. Es regnete immer noch. Ein sehr netter, dunkelhäutiger [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=westfriends.wordpress.com&amp;blog=5507753&amp;post=523&amp;subd=westfriends&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Vancouvers Regen ist weltbekannt. Man sagte uns das schon vor unserer Abfahrt und als wir hier im Frühjahr ankamen, regnete es auch. Zwar nur mäßig, aber immerhin.</p>
<p><a href="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/12/regen-becksulli.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-524" title="www.pixelio.de - becksulli" src="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/12/regen-becksulli.jpg?w=219&#038;h=300" alt="" width="219" height="300" /></a>Am zweiten Tag wurden wir von einem Servicedienst einer Autovermietung vom Hotel abgeholt, um unseren Mietwagen in Empfang zu nehmen. Es regnete immer noch. Ein sehr netter, dunkelhäutiger Mann mit riesiger Sonnenbrille trotz Nieselwetter fuhr uns zu enterprise car-rental und erzählte uns unterwegs vom fääääiiiimeesss Vancouver räääiiin und lachte dabei über das ganze Gesicht wie Louis Armstrong zu seinen besten Zeiten.</p>
<p>Bis Ende Oktober hatten wir hier dann den schönsten Sommer seit Jahren. Vancouver zeigte sich von seiner traumhaftesten Seite mit Temperaturen bis 45 Grad, was allerdings auch hier eine absolute Ausnahme ist. Ansonsten pendelte sich das Termometer irgendwo um die Mitte 30 Grad ein und das den ganzen Sommer lang. Wunderbar. Das war unser roter Teppich. Ein Willkommensgruß an die Neulinge in diesem wunderschönen Land. Wir hatten es schließlich auch verdient.</p>
<p>Nun hat uns der Winter hier erreicht und damit auch wieder der fääääiiiimeesss Vancouver räääiiin (ich hab schon wieder Louis Armstrong vor mir). Der Regen ist zwar nie von sehr langer Dauer und der Himmel reißt auch immer wieder auf. Aber wenn es regnet, dann schüttet es gleich wie aus Kübeln gegossen. Die Gummistiefel gehören hier zum guten Ton, ein schickes, modisches Accessoir neben Sandaletten oder Stiefeletten. Was fehlt sonst noch zum Glück? Ein Regenschirm.<span id="more-523"></span></p>
<p>Unsere Tochter hat immer einen kleinen Schirm gehabt. Die war also versorgt. Es fehlte noch einer für unseren Sohn und ich hatte bei shoppers drugmart kleine schwarze Knirpse für 14 Dollar gesehen. Wir brauchten ohnehin noch eine long distance card zum Telefonieren, also fuhren wir eines Abends – es schüttete mal wieder – noch eben schnell hoch zur Crystal Mall in Burnaby, parkten unseren Wagen und stürmten durch den Regen in den Laden.</p>
<p>Da standen wir nun und sahen uns die Schirme an. Ich griff nach einem dieser schwarzen, kleinen Schirme und meinte nur “Guck mal der hier. Der reicht doch eigentlich völlig aus. Er ist klein, passt in  den Rucksack und ist nicht so teuer.” Der beste Ehemann von allen stand auf der anderen Seite des Rondells und stocherte gerade zwischen den großen Stockschirmen herum und sah hoch. “Schwarz?” fragte er erstaunt. “Wieso schwarz? Such dir doch was buntes aus. Wenn es schon regnet, sollte der Schirm wenigstens bunt sein:” “Ich weiß nicht&#8230;ein bunter Schirm für Philip? Da wird er aber nicht begeistert sein.” Mein Gatte sah verblüfft hoch. “Für Philip?” er machte eine Pause “einen Regenschirm?”. “Ja,” sagte ich konsterniert und zeigte durch die Scheibe in die regnerische Nacht “Einen Regenschirm für den Regen da draußen.” Tiefes Schweigen folgte und dann wieder die Frage an mich. “Einen Regenschirm?&#8230;Mit 18?”</p>
<p>“Wie, einen Regenschirm mit 18? Jetzt haut&#8217;s mich aber aus den Schuhen. Was ist das denn für eine Frage? Gibt&#8217;s da neuerdings Altersbegrenzungen für Regenschirme?” Der beste Ehemann von allen schob seine nasse Brille vorn auf seine Nasenspitze und sah mich mit seinen tiefblauen Augen ganz ernst an. “Ein Regenschirm mit 18 ist uncool. Ich hätte sowas nie benutzt und Philip wird das auch nicht tun”.</p>
<p>“Hä?” dachte ich so für mich “Wie bitte? Was ist das denn jetzt für ein neuer Männerkram?” Insgeheim fiel mir dabei  mein heißgeliebter Sting und sein Englishman in New York ein “A Gentleman will walk but never run&#8230;.” und ging um das Schirmrondell herum. “Hör mal. Unser Sohn muss jeden Tag nach New Westminster. Er hat dabei ziemliche Strecken zu laufen und bis er dann in der Schule ist, ist er völlig nass und das Wasser steht in den Schuhen. Wo bitte liegt denn da der Sinn?” “Das ist völlig egal,” antwortete er trocken, spannte einen großen, bunten Stockschirm auf und drehte ihn hin und her. “Guck mal der hier, der wäre doch was für dich.” “Nun lenk mal nicht vom Thema ab, es geht hier nicht um mich, sondern um unseren Sohn”. “Ach was,” gab er zurück “ein 18-jähriger nimmt keinen Schirm. Ich hätte das auch nicht getan. Heute, ja heute, da nehme ich auch einen Schirm, aber das ist etwas anderes. Ich bin ja jetzt auch kein Teenager mehr, da darf ich sowas. Was ist jetzt hier mit dem bunten Schirm? Wäre der was für dich? &#8211; Nein? &#8211; Ok, dann lass uns wieder gehen.” Sprachs,  drehte sich herum und marschierte schnurstracks in Richtung Kasse.</p>
<p>Wir haben dann also nach dieser ergebnislosen Diskussion den Laden mit Telefonkarte und ohne Schirm wieder verlassen. Unser Sohn kommt also immer noch bei Regen nass in der Schule an und findet das völlig normal. Schirm – Nein danke!</p>
<p>Mittlerweile ist es hier wirklich kalt geworden und die morgendliche Debatte ob der angemessenen Kleidung dreht sich nicht mehr um einen Schirm, denn das Wetter ist trotz eisiger Kälte trocken und sehr schön. Sie dreht sich um die Jacke, die man anzieht bzw. anziehen sollte, denn unser Sohn bevorzugt trotz tiefer Kälte seine normalen Sweatjacken, die für meine Begriffe absolut zu dünn sind. “Nein” winkt unser Sohn ab. “Die sind warm und dick&#8230;fühl mal” “Ich brauche nicht zu fühlen, ich hab die Jacken mitgekauft. Ich weiß, wie die sich anfühlen und du kannst sagen, was du willst, sie sind zu dünn. Ich sehe doch, wie du jeden Nachmittag hier völlig durchgefroren ankommst.” “Ich bin nicht durchgefroren, ich hab nur kalte Hände” kommt es retour. “Was? Das stimmt doch gar nicht. Du hast auch ein eiskaltes Gesicht und deine Arme sind auch ganz kalt. Nie im Leben sind die Jacken warm genug.” “Doch sind sie und ich zieh nix anderes an.”</p>
<p>Also stur sind sie ja, diese Kerle.</p>
<p>Und vorgestern hatten wir diesen morgendlichen Dialog gerade wieder. Der beste Ehemann von allen stand schon fertig vor der Eingangstür, um unseren Sohn ausnahmsweise zur Schule zu bringen und sah mit einem breiten Grinsen unserem Zieh-was-Anständiges-an-Ritual zu. “Grins du nur” grummelte ich “Du hast gut lachen. Das ist hier wieder so eine Regenschirm-Debatte und du weißt das ganz genau.” Unser Sohn stand mittlerweile neben ihm und grinste auch, Hände in den Jackentaschen. Beide lachten sich an und drehten sich um. Mein Gatte schloss die Tür auf, sah noch mal zurück und meinte nur. “So ist das eben bei Jungs. Regenschirme sind nur was für Weicheier.” Sprachs und die Tür klappte zu. Ich stand am Küchenfenster und sah den beiden zu, wie sie einträchtig zum Auto gingen. “Was kommt als nächstes?” dachte ich so “Turmspringen?”</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/westfriends.wordpress.com/523/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/westfriends.wordpress.com/523/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/westfriends.wordpress.com/523/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/westfriends.wordpress.com/523/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/westfriends.wordpress.com/523/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/westfriends.wordpress.com/523/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/westfriends.wordpress.com/523/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/westfriends.wordpress.com/523/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/westfriends.wordpress.com/523/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/westfriends.wordpress.com/523/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/westfriends.wordpress.com/523/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/westfriends.wordpress.com/523/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/westfriends.wordpress.com/523/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/westfriends.wordpress.com/523/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=westfriends.wordpress.com&amp;blog=5507753&amp;post=523&amp;subd=westfriends&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Planning &#8211; update!</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 17:52:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Planning &#8211; update! Es ist doch interessant, was dieses Fach  so bewirkt. Ich staune. Unser Sohn hat in den letzten Wochen ziemlich intensiv über seiner Zukunft gebrütet. Er hat wenig darüber gesprochen, uns eigentlich gar nicht einbezogen. In der Schule haben sie weiterhin ihre Selbsttests gemacht und sich vor allem dort miteinander und auch übereinaner [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=westfriends.wordpress.com&amp;blog=5507753&amp;post=519&amp;subd=westfriends&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Planning &#8211; update!</strong><br />
Es ist doch interessant, was dieses Fach  so bewirkt. Ich staune.</p>
<p>Unser Sohn hat in den letzten Wochen ziemlich intensiv über seiner Zukunft gebrütet. Er hat wenig darüber gesprochen, uns eigentlich gar nicht einbezogen. In der Schule haben sie weiterhin ihre Selbsttests gemacht und sich vor allem dort miteinander und auch übereinaner &#8211; im Beisein selbstverständlich &#8211; unterhalten. Der Lehrer hat ihnen dann mehrfach den Auftrag gegeben, sich aus den Arbeitsergebnissen die Berufe mit den größten Interessens-Schnittmengen herauszusuchen und sich dann Informationsmaterial aus dem Internet zu besorgen. Als Quellen dienten die hiesigen Hochschulen und Colleges, Regierungsseiten wie z.B. workfutures. <span id="more-519"></span></p>
<p>Als Nr. 1 auf der Berufeliste steht bei ihm nun biomedical engineering, das der IT glatt den Rang abgelaufen hat. Er kennt das Berufsbild mittlerweile ziemlich genau, weiß, welche Arbeitsfelder es abdeckt, was er für Vorleistungen erbringen muss &#8211; um z.B. an der UBC zu studieren &#8211; und er kennt auch schon die ungefähre Höhe der Studienkosten. Sein Ziel ist die Forschung und Entwicklung, weil er das sehr spannend findet. Er wird längere Praktika absolvieren müssen, z.B. in einem Krankenhaus oder auch in einem medizinischen Institut.</p>
<p>Der Beruf ist international gefragt und anerkannt.</p>
<p>Bei seinen Klassenkollegen sieht es ganz ähnlich aus. Da haben sich dann Maschinenbau, registered nurse, Architektur oder Kinderpflegerin herausgebildet. Von mehr weiß ich nicht, aber bei allen ist das Thema Berufswahl brandaktuell und wird auch in der Pause stark diskutiert.</p>
<p>Ich staune über unseren Sohn und diese rasante Entwicklung. Seit Monaten habe ich ihm nämlich in den Ohren gelegen, dass er sich darum kümmern muss und ich ihm sehr gern dabei helfen werde. Aber wenn das von Mama kommt &#8211; klingt das so nach lästiger Pflicht &#8222;Ja, Mama!&#8220;</p>
<p>Aber so &#8211; kam das von ganz allein und vor allem, es kam von ihm selbst. Der Lehrer hat den Jugendlichen ganz klar gesagt: ICH habe meinen Beruf. Ihr braucht für mich weder etwas zu tun noch etwas rauszusuchen. Was ihr jetzt macht, tut ihr nur für euch.</p>
<p>Offensichtlich hat es gefruchtet. Unser Sohn ist jetzt schon sehr gespannt auf die nächsten Tage der offenen Tür bei den Universitäten und fängt schon an, Fragenkataloge zusammenzustellen &#8211; auch ohne Mama.</p>
<p>Wie schön <img src='http://s2.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> )).</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/westfriends.wordpress.com/519/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/westfriends.wordpress.com/519/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/westfriends.wordpress.com/519/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/westfriends.wordpress.com/519/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/westfriends.wordpress.com/519/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/westfriends.wordpress.com/519/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/westfriends.wordpress.com/519/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/westfriends.wordpress.com/519/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/westfriends.wordpress.com/519/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/westfriends.wordpress.com/519/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/westfriends.wordpress.com/519/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/westfriends.wordpress.com/519/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/westfriends.wordpress.com/519/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/westfriends.wordpress.com/519/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=westfriends.wordpress.com&amp;blog=5507753&amp;post=519&amp;subd=westfriends&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>&#8230;..Z.e.i.t.l.a.u.f&#8230;&#8230;..L.a.u.f.z.e.i.t&#8230;.</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 22:38:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>westfriends</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hektisch. Es war wieder unglaublich hektisch heute. Mit seiner Thermostasse bewaffnet strömte er mit den anderen Kollegen zur Kantine. Irgendwie war heute auch alles noch lauter als sonst, oder bildete er sich das ein? An ihm rauschten zwei Kolleginnen vorbei, die sich in schrillem Ton über etwas unterhielten. Was es genau war, konnte er nicht [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=westfriends.wordpress.com&amp;blog=5507753&amp;post=503&amp;subd=westfriends&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hektisch. Es war wieder unglaublich hektisch heute. Mit seiner Thermostasse bewaffnet strömte er mit den anderen<a href="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/11/uhrzeiger-simbamo.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-507" title="www.pixelio.de - simbamo" src="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/11/uhrzeiger-simbamo.jpg?w=300&#038;h=213" alt="" width="300" height="213" /></a> Kollegen zur Kantine. Irgendwie war heute auch alles noch lauter als sonst, oder bildete er sich das ein? An ihm rauschten zwei Kolleginnen vorbei, die sich in schrillem Ton über etwas unterhielten. Was es genau war, konnte er nicht verstehen. Die Wortfetzen waren zu bruchstückhaft, die an ihm haftenblieben. Was übrig blieb, war eine schwere Last unterschiedlicher Sorten Parfums, der sich mit dem herannahenden Kantinengeruch unangenehm vermischte. Ihm wurde übel.</p>
<p>Sein Weg führte an der Eingangshalle vorbei und dabei fiel sein Blick gedankenverloren auf die Kontrollkabinen, Laufbänder und Drehtüren. Jetzt um die Mittagszeit war es ruhiger dort. Nur wenige Kollegen verließen die Firma während der Mittagspause. Die Zeit war zu knapp bemessen. Es reichte gerade zu einem mehr oder weniger entspannten Essen. Außerdem war es heute nicht besonders schön draußen. Ein Tag in Grautönen, eher dunkel als hell, nass, unfreundlich, kalt. Ein Novembertag eben. Das Pflaster vor dem Bürogebäude war peinlichst genau saubergefegt. Staubfrei. Kein Blatt lag dort und man sah nichts weiter als klinisch reines Hellgrau, das sich Ton in Ton mit dem Tag vermischte. Es schauerte ihn und als er seinen Blick wieder nach vorn richtete fiel sein Blick auf die Automaten vor den Drehtüren. Ach ja, er durfte das nicht vergessen. Er musste unbedingt noch sein Konto für das kommende Wochenende auftoppen. Das war sehr wichtig, denn sonst würden alle Pläne ins Wasser fallen.</p>
<p><span id="more-503"></span></p>
<p>In der Kantine fand er noch einen leeren Platz am künstlichen Kamin. Wenigstens hier war es warm und einigermaßen gemütlich. Er stellte sein Tablett vor sich auf den Tisch, nahm Platz und fing an zu essen. Die Versorgung hier in der Firma war wirklich gut, das Essen frisch und bisher hatte es ihm auch immer geschmeckt. Er nahm ein kleines Buch aus der Tasche, blätterte zum Lesezeichen und las in der Geschichte weiter, die er heute morgen in der Bahn angefangen hatte. Eine leichte, lockere Geschichte, fröhlich und sorglos. Genau das, was er gebrauchen konnte. Zügig aß er weiter und ließ dabei sein Buch nicht aus den Augen, bis er den typischen Ton vernahm, der das Ende seiner Pause bekannt gab. Mit lautem Stühlerücken sprangen die Kollegen auf und rafften ihre Tabletts zusammen und eilten zu den Boxen für das schmutzige Geschirr. Er erhob sich ebenfalls, packte sein Buch zusammen und schob seine benutzten Sachen ebenfalls in eine der Schienen. Er sah auf die Uhr. Noch zwei Stunden, das war zu schaffen. Nur noch zwei Stunden bis zum Wochenende. Er sah zur Decke und dachte nur “Gott sei Dank. Dann ist diese Woche endlich rum” und während er mit der Masse wieder zu seinem Schreibtisch schwamm, fiel ihm wieder sein Konto ein. &#8222;Nicht vergessen,&#8220; dachte er. &#8222;Nicht vergessen.&#8220;</p>
<p><a href="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/11/schneller-rainer-sturm.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-505" title="www.pixelio.de - rainer sturm" src="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/11/schneller-rainer-sturm.jpg?w=300&#038;h=219" alt="" width="300" height="219" /></a>Der Nachmittag verging. Nein, eigentlich verflog er. Er rauschte vorbei mit Telefongeklingel, mit hektischem Türenklappern, mit Aktensuchen, nachlesen, informieren, telefonieren, schreiben, mailen, kurzum mit all dem, was seinen Büroalltag bestimmte. Ihm war immer noch übel und er fragte sich die ganze Zeit nach dem Warum. “Das Konto”, fiel es ihm wieder ein. “Das Konto!” Schnell packte er mit der einen Hand seine Akten weg, griff mit der anderen nach dem Mantel und schob mit dem Knie die Aktenschublade zu. Ein Knopfdruck. Der Schreibtisch war verschlossen. Ein kurzes Tippen. Das Telefon war verschlossen. Ein kurzes Schlüsseldrehen und auch sein Spind hatte Feierabend. Freizeit. Endlich. Nichts wie Freizeit. “Das Konto!” dachte er wieder und reihte sich in den Kollegenstrom in Richtung Ausgang ein. Ungeduldig wartete er, bis er an die Drehtür kam. “Guten Abend”, nickte der Pförtner ihm zu. “Das übliche bitte”. Wie seine Kollegen vor ihm griff er wie selbstverständlich in seine Taschen und legte den Inhalt auf das Laufband. Dann ging er durch den Detektor, der ihn ohne Widerspruch durchließ. Auf der anderen Seite nahm er seine persönlichen Sachen wieder entgegen und steckte sie achtlos in die Manteltasche. “Das Konto!” hämmerte es in seinem Kopf “Vergiss das Konto nicht!”</p>
<p>Mit großen Schritten eilte er zu einem der Automaten. Es hatten sich überall schon Schlangen gebildet, denn auch die anderen Kollegen wollten sich für das Wochenende einstimmen und vorbereiten. Nach und nach kamen sie an ihm vorbei und steckten auf dem Weg noch ihre Brieftaschen ein. Ungeduldig wartete er, bis er endlich an der Reihe war.</p>
<p>Er nahm seine Karte aus dem Portemonnaie und steckte sie in den Automatenschlitz. Das gewohnte Surren und Piepen ertönte aus dem Lautsprecher und schließlich erschien die übliche Frage auf dem Display: Wollen Sie Ihr Konto auftoppen? Sein Zeigefinger wanderte zum “Ja”-Button auf dem screen. Das Bild verschwand und die nächste Aufforderung kam. “Bitte geben Sie Ihre Geheimzahl ein.” Schnell kam er der Aufforderung nach und der nächste Screen folgte. “Bitte geben Sie die Höhe der Aufstockung ein.” und wieder folgte er der Anweisung und drückte die Enter-Taste. Der Automat rechnete und dann folgte die Aufforderung: Bitte legen Sie 500 Euro in das Bargeldfach. Sein Gesicht verzog sich. Schon wieder waren die Einheiten angehoben worden, aber so war das eben. Er holte tief Luft und suchte nach seinem Portemonnaie. Wo war es nur? Ach da in der Innentasche. Er griff es und wollte sein Geld herausholen. “Mist” entfuhr es ihm. Er hatte nicht genug dabei. Er brauchte aber mindestens diese Summe dringend für das Wochenende. Weniger durfte es nicht sein. Fragend drehte er sich um und fragte seinen Kollegen hinter sich, ob dieser ihm aushelfen könne? Nein, kam die Antwort, er brauche sein Geld selber. Er solle doch mal beim Pförtner fragen. Zögernd drehte er sich wieder herum, drückte frustriert den Abbruchknopf auf dem Screen und steckte seine Karte wieder ein. Schnell ging er zum Pförtner hin, sehr wohl wissend, dass diese niemals mit Geld aushelfen. Nicht umsonst stand an jeder Drehtür das große Hinweisschild “Kein Bargeld”. Die kurze Nachfrage bestätigte das. Hilflos stand er in der großen Eingangshalle, aus der immer noch die Kollegenmassen zuerst an die Automaten und dann in die Freiheit strömten. Er zermarterte sich das Gehirn. Wo war der nächste Geldautomat? Hier im Bürokomplex und in der Straße gab es keinen, soviel wusste er. Der nächste war in der Innenstadt und diese weit weg. Es blieb also nichts anderes übrig, als dorthin zu fahren. Mit dem Bus würde das zwar ewig dauern, aber Taxen waren unbezahlbar, erst recht bei solchen Entfernungen. Also verließ er die Firma mit den anderen und begab sich zur Bushaltestelle.</p>
<p>Der Bus war so überfüllt, dass wirklich niemand mehr einen Stehplatz hätte bekommen können. Die Luft war stickig von den vielen feuchten Mänteln, Regenschirmen, die Fenster beschlagen. Es fehlte der Sauerstoff und ihm wurde ganz schwindelig von diesem Gemisch aus schlechter Luft. Er tastete nach seinem Buch und versuchte, sich mit den positiven Gedanken des Autors abzulenken, was nur schwer gelang. Nach einer Stunde war er angekommen, sprang förmlich aus dem Bus und atmete tief durch. Er drehte sich um, überquerte die Straße und eilte zielsicher zur nächsten Bank an den Geldautomaten. Glücklicherweise wartete hier niemand und so konnte er schnell die gewünschte Summe abheben. Ungeduldig zog er die Scheine aus dem Schlitz, steckte fahrig alles ein und rannte förmlich wieder zurück zur Haltestelle. Der nächste Bus würde erst wieder in einer Stunde fahren. Also setzte er sich auf die Bank, zog wieder sein Buch heraus und wartete.</p>
<p><a href="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/11/wo-jeanne1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-506" title="www.pixelio.de  - jeanne" src="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/11/wo-jeanne1.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a>Nach einer ewigen Stunde Wartezeit und einer weiteren unendlichen Stunde Fahrzeit kam er wieder bei der Firma an. Der Kollegenstrom war verflossen und nur noch wenige Menschen befanden sich in der Eingangshalle. Zielsicher ging er auf einen der verwaisten Automaten zu und begann das Prozedere von vorne. Karte reinschieben, ja drücken, Geheimzahl eingeben, Summe eintippen&#8230;Mit Surren öffnete sich das Barfach und erleichtert schob er das Geld in den silberglänzenden Rachen der Maschine. Langsam schloss sich die Klappe des Faches und er hörte, wie drinnen die Scheine gezählt wurden. Es ratterte und surrte bis schließlich die Meldung erschien “Aufstockung erfolgreich – bitte entnehmen Sie Ihre Quittung” Ungeduldig hielt er seine Hand an den Zettelschlitz, aus dem die Quittung langsam herausrollte.</p>
<p>Er riss sie ab und las, was darauf stand: “Herzlichen Glückwunsch. Die Aufstockung Ihres Freizeitkontos war erfolgreich. Sie können nun über weitere freie Stunden verfügen. Durch die verspätete Aufstockung ist Ihr account allerdings vorübergehend ins Minus geraten. Deswegen müssen wir leider drei Einheiten verrechnen. Es verbleiben 21 Stunden. Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende. Ihr Freizeitteam!”</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/westfriends.wordpress.com/503/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/westfriends.wordpress.com/503/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/westfriends.wordpress.com/503/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/westfriends.wordpress.com/503/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/westfriends.wordpress.com/503/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/westfriends.wordpress.com/503/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/westfriends.wordpress.com/503/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/westfriends.wordpress.com/503/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/westfriends.wordpress.com/503/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/westfriends.wordpress.com/503/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/westfriends.wordpress.com/503/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/westfriends.wordpress.com/503/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/westfriends.wordpress.com/503/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/westfriends.wordpress.com/503/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=westfriends.wordpress.com&amp;blog=5507753&amp;post=503&amp;subd=westfriends&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Planning &#8230;.das etwas andere Schulfach!</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 22:57:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>westfriends</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit September 2009 besucht unser Sohn eine unabhängige secondary school hier in Greater Vancouver Area. Aus verschiedenen Gründen hatten wir uns für diese Schule entschieden und nicht für eine öffentliche. Der Hauptgrund war, dass er in den öffentlichen Schulen direkt in die Klasse 12 gekommen wäre. Hier werden in erster Linie die Schüler dem Alter [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=westfriends.wordpress.com&amp;blog=5507753&amp;post=497&amp;subd=westfriends&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
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<div>
<div id="attachment_498" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/11/lernen_utilities-pixelquelle13a.jpg"><img class="size-medium wp-image-498" src="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/11/lernen_utilities-pixelquelle13a.jpg?w=300&#038;h=216" alt="" width="300" height="216" /></a><p class="wp-caption-text">www.pixelio.de -  pixelquelle13a</p></div>
<p>Seit September 2009 besucht unser Sohn eine unabhängige secondary school hier in Greater Vancouver Area. Aus verschiedenen Gründen hatten wir uns für diese Schule entschieden und nicht für eine öffentliche. Der Hauptgrund war, dass er in den öffentlichen Schulen direkt in die Klasse 12 gekommen wäre. Hier werden in erster Linie die Schüler dem Alter entsprechend eingeordnet, das nötige Wissen wird dann im Laufe des Schuljahres von den Lehrern “beigeschaufelt”. Uns war das nicht so geheuer, weil er dann binnen 9 Monaten mit der Schule fertig gewesen wäre, um die Universität zu besuchen und das erschien uns zu knapp.</p>
<p>In dieser Schule nun läuft der Unterricht auch völlig anders ab, als wir das so kennen bzw. auch als es hier üblicherweise so läuft. Das Schuljahr wird in vier terms zu je neun Wochen unterteilt. In jedem Term werden nur 2 Fächer unterrichtet, in denen der Stoff des ganzen Schuljahres intensiv vermittelt wird. Intensiv ist fast noch untertrieben, denn wenn man sich – so wie unser Sohn – dann für den advanced level entscheidet, heißt es: Schule von morgens 9 bis nachmittags um 3 oder 4 (je nachdem) und dann anschließend bis abends etwa 9 oder 10 Uhr Hausaufgaben. Die Hausaufgaben werden wöchentlich abgegeben und fließen zu etwa 30 Prozent in die Note ein. Werden keine Hausaufgaben abgegeben, gilt der Kurs als nicht bestanden. Grundsätzlich aber werden wöchentlich Tests geschrieben.<span id="more-497"></span></p>
<p>Nun ist der erste Term mit Mathematik und Biologie abgeschlossen und der zweite Term startet. Als Fächer wurden English 11 und Planning gewählt.</p>
<p><strong>Planning?</strong></p>
<p>Planning umfasst das, was wir in etwa mit Berufs- und Lebensplanung beschreiben würden. Die Schüler haben jetzt erst einmal damit angefangen, Selbsttests zu schreiben bzw. durchzuführen. Wo liegen meine Schwerpunkte? Wo liegen meine Stärken, wo die Schwächen? Was muss ich verbessern? Wofür interessiere ich mich am meisten und was für Berufe gibt es, die ich damit ausüben könnte? Was muss ich dafür tun? Was kostet ein Studium und wie kann ich das finanzieren? Welche Berufsaussichten habe ich damit und wie hoch wird mein Verdienst sein? Wieviele Stunden muss ich volunteeren, um an der Universität angenommen zu werden? Ohne Freiwilligenarbeit kein Studienplatz.Welche Praktika sind empfehlenswert und wo kriege ich so ein Praktikum? Wie bewerbe ich mich dafür?</p>
<p>Was kostet das Leben? Gestern musste unser Sohn einen Haushaltsplan aufstellen. Was kosten welche Lebensmittel pro</p>
<div id="attachment_499" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/11/rechenmaschine-rike.jpg"><img class="size-medium wp-image-499" src="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/11/rechenmaschine-rike.jpg?w=300&#038;h=248" alt="" width="300" height="248" /></a><p class="wp-caption-text">www.pixelio.de - rike</p></div>
<p>Woche und wieviel brauche ich im Monat? Was brauche ich für Miete, Strom, Nebenkosten (wobei die hier extrem niedrig sind.) Da hat er dann gestern abend ziemlich lange dran herumgetüftelt und dann seine Hausaufgabe online an den Lehrer abgeschickt. Heute wird es in der Schule besprochen.</p>
<p>Wir sind total begeistert von diesem Fach. Kommentar unserer Tochter: Hätten wir mal sowas in Deutschland gehabt, es hätte so vieles erleichtert.</p>
<p>Ich kann das nur bestätigen.</p>
<p>Interessanterweise kamen bei den Tests Ergebnisse für die Berufswahl heraus, die sehr zu den Talenten unseres Sohnes passen würden. Mal sehen, was daraus wird. Im Augenblick denkt er jedenfalls sehr intensiv über seine Zukunft nach.</p>
<p>In Klasse 12 wird es auch noch mal einen planning course geben, um die weitere Entwicklung mit einzubeziehen.</p>
<p>Prädikat: Nachahmenswert!</p>
</div>
</div>
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		<title>Irgendwo&#8230;(2)</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 00:09:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>westfriends</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Ian saß am Steuer und hielt lässig mit beiden Händen das große Lenkrad fest. Schnurgerade zog sich der highway vor ihm hin und führte auf den nächsten Hügel hinauf, wo er einfach im Himmel zu enden schien. Er lachte bei dem Anblick, denn das erinnerte ihn an sein Leben in Silverstone Creek, Colorado. Er konnte [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=westfriends.wordpress.com&amp;blog=5507753&amp;post=483&amp;subd=westfriends&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><img class="alignleft size-medium wp-image-482" title="www.pixelio.de - hagir 25" src="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/09/highway_nr-_1-hagir25.jpg?w=300&#038;h=225" alt="www.pixelio.de - hagir 25" width="300" height="225" /></p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Ian saß am Steuer und hielt lässig mit beiden Händen das große Lenkrad fest. Schnurgerade zog sich der highway vor ihm hin und führte auf den nächsten Hügel hinauf, wo er einfach im Himmel zu enden schien. Er lachte bei dem Anblick, denn das erinnerte ihn an sein Leben in Silverstone Creek, Colorado. Er konnte sich noch sehr gut an die erste Zeit in diesem endlosen Land erinnern, als er mit seiner Familie aus Irland hier hergekommen war. Er war der älteste von drei Kindern und zusammen mit seinem Vater, seiner Mutter und den Großeltern hatten sie sich mit dem Schiff aufgemacht, um in der großen unbekannten Welt ein neues Leben zu beginnen. Er wusste nicht mehr, warum es sie ausgerechnet in dieses kleine Nest in Colorado verschlagen hatte, er konnte sich aber dumpf erinnern, dass der Ort ungefähr so viele Einwohner hatte wie Buchstaben in seinem Namen. Ein winziger Fleck im Nirgendwo auf einer nicht enden wollenden Landkarte. Damals, als 12-jähriger, hatte ihm das noch nicht so viel ausgemacht, weil diese endlose Weite, diese gigantische Natur auch für ihn grenzenlose Freiheit bedeutete. Was sie auslösen sollte, wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht.</p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Sein Vater, ein fleißiger Handwerker, hatte sich in den Kopf gesetzt, nun ausgerechnet in diesem winzig kleinen Nest ein Elektrogeschäft mit Handwerksbetrieb zu eröffnen. Seine drei Söhne hatte er dazu voll und ganz eingeplant und so fand sich Ian als Ältester nun täglich im Geschäft wieder. Sein Leben bestand nur aus Schule und Arbeit. Er sah es ein, dass er seinem Vater helfen musste, eine Existenz für die Familie zu schaffen, doch jedesmal, wenn er aus dem Fenster neben dem Verkaufstisch blickte, sah er diesen wundervollen sanften Hügel, hinter dem jeden Abend die Sonne verschwand und jedesmal sah er ganz sehnsüchtig hinüber und malte sich in den schönsten Farben aus, wie es wohl dahinter aussehen mochte. Wie war das Land hinter dem Hügel, hinter dem nächsten Berg und dem danach?</p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><span id="more-483"></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Das ging über einige Zeit so und irgendwann fasste er den Entschluss, noch nebenbei unten an der Tankstelle an der Kreuzung zu arbeiten. Er fragte seinen Vater, der zwar nicht begeistert darauf reagierte, aber seinem Sohn den Willen ließ. Schließlich konnte er etwas dazuverdienen und die Familie war darauf angewiesen. Er bekam die Erlaubnis, am Wochenende dort auszuhelfen, was Ian auch mit Erleichterung und Freude aufnahm. Auf der Stelle ging er zu Tom, dem Tankstellenbesitzer, um ihn nach einem Job zu fragen. „Klar doch, kannst du helfen“ war seine Antwort. „Ich könnte jemanden brauchen, der beim Betanken hilft und die Scheiben der Autos wäscht. Komm ruhig am Samstag vorbei, ich zeig dir dann, wie es läuft.“</p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Ian lachte erneut bei seinem gedanklichen Ausflug in die Vergangenheit und sah sich draußen um. Die Sonne war schon am Horizont angekommen und hatte Himmel und Erde in glühende Farben getaucht. Die wenigen blauschwarzen Wolken am Himmel wirkten wie bizarre Fremdkörper in diesem ansonsten so harmonischen Bild. „Was für ein Traum“, dachte Ian, „mein Traum“. Nichts auf der Welt hatte es  jemals mit diesem atemberaubenden Abenderlebnis aufnehmen können, nichts in all den vielen Jahren, in denen er nun schon über die endlosen highways fuhr. Mit der rechten Hand nahm er seinen Truckerhut vom Kopf, um sich kurz durch die Haare zu fahren und ihn dann wieder aufzusetzen. Seine grauen, langen Locken hatte er lässig zu einem Zopf im Nacken zusammengebunden und nur noch wenige Strähnen darin erinnerten an den feuerroten Schopf von früher. Er nahm die Sonnenbrille ab und schaltete das Radio ein. Die leise Musik passte zu seiner Abendstimmung und so hörte er wie die Räder seines Trucks mit sanftem Surren den highway verschlangen, die schnurgerade Straße den nächsten Hügel hinauffuhren. Er dachte daran, wie nun der Rauch aus den chromblitzenden Schornsteinen seines Trucks in den Abendhimmel aufsteigen würden, so wie er das früher auch immer bei den Wagen beobachtet hatte, die die Tankstelle verließen.</p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Ian schmunzelte bei dem Gedanken. Wenn sein Vater damals gewusst hätte, was er mit seiner Erlaubnis losgetreten hatte, würde er es wahrscheinlich im Nachhinein noch verbieten. Er erinnerte sich an seinen ersten Truck, den er betanken durfte. Zunächst hatte er nur Autofahrer bedient, vollgetankt und die Scheiben gewischt. Er freute sich jedesmal, wenn sie ihm anschließend einen Quarter oder einen Dime zusteckten, Geld, das er behalten durfte. Für sich ganz allein.</p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Dann bog eines Tages ein chromblitzender, rotfunkelnder Truck in die kleine Tankstelle ein. Ian hatte bis dahin noch <img class="alignright size-medium wp-image-485" title="pixelio.de - A.Dreher" src="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/09/us_truck_4_a-dreher1.jpg?w=300&#038;h=225" alt="pixelio.de - A.Dreher" width="300" height="225" />nie so ein riesiges Fahrzeug gesehen. Tom ging sofort hinaus und begrüßte den Fahrer hocherfreut und wechselte einige Sätze mit ihm, während die Zapfsäule ihren Dienst tat. Sie kannten sich offensichtlich schon länger und tauschten die neuesten Nachrichten aus. „An der 20sten Ecke 70ste stehen unsere Freunde“ hörte er den Fremden sagen. „Ok“, antwortete Tom. „Ich werd es weitersagen“. Ian war inzwischen ganz nahe an dieses mächtige Fahrzeug getreten und strich mit der Hand vorsichtig über den glänzenden Lack. Der Truck sah aus wie frisch poliert und strahlte im Sonnenlicht. „Na?“ fragte ihn der Fremde „möchtest du auch mal damit fahren?“ Ian nickte wortlos. Er war so überwältigt, dass er gar nichts sagen konnte. Der Fahrer lächelte ihn freundlich an und sagte dann nur „naja, du hast ja noch etwas Zeit, bis du überhaupt fahren darfst. Aber wenn du soweit bist, dann sprich mich nur an. Wir werden dann sehen, was wir machen können“. Ian sah ihn mit großen Augen an und stammelte nur „Danke, Sir“ und nickte. „Na dann“ lachte der Trucker, nickte kurz zu Tom hinüber und stieg mit „Bis demnächst, mein Freund“ wieder in die Fahrerkabine. Er zündete den Motor und mit lautem Nageln zeigte der Dieselmotor, dass er wieder bereit war, bereit für die nächsten Meilen, die nächsten Straßen, Hügel und Täler. Aus den silbernen Schonsteinen dampfte der Rauch, der Fahrer schlug die Tür zu und fuhr langsam los. Laut ertönte der Motor und der Truck setzte sich in Bewegung. Ian lief hinterher bis zur Straße und seine Augen folgten dem Fahrzeug, das zügig und stetig den highway hinauffuhr. Er hielt sich die Hand über die Augen, um nicht von der Sonne geblendet zu sein und sah ihm hinterher, bis auch das letzte bischen Rauch hinter dem Horizont verschwunden war. Ian blieb noch lange stehen und lauschte angestrengt, ob er nicht doch noch ein letztes Geräusch des Motors hören konnte. Der Wind wehte ihm durch seine roten Haare, als er da ganz allein neben der großen Straße stand und wie gebannt auf den Hügel starrte. Nein, da war nichts mehr, nur noch der tiefe Wunsch nach Freiheit, dieses wahnsinnige Fernweh und der unumstößliche Wille, auf gar keinen Fall hier enden zu wollen. Er wusste nun, was sein Leben sein würde.</p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Das Rauschen des Funks holte Ian blitzartig aus seinen Tagträumen zurück in die Gegenwart „Tiger Mike an Red Fox“ krächzte es aus der Anlage und Ian nahm das Handgerät in die Hand und drückte den Sprechknopf „Gary, altes Haus, wo steckst du?“ Es rauschte ein wenig im Äther, dann knackte es und Gary&#8217;s Stimme war zu hören. „Ich bin auf dem Weg zum Broken Wheel. Ich denke, in einer Stunde habe ich es geschafft. Wie sieht es bei dir aus?“ wieder knackte es. Ian sah auf die Landstraße vor ihm uns überlegte kurz. „Ich denke, ich brauche noch etwa 1 ½ Stunden. Ich habe keinen Zwischenstopp mehr, wir sehen uns also dort. Ich freue mich schon.“ „Ok,“ krächzte es aus dem Äther zurück „bis gleich und pass auf die Kojoten auf“ hörte er es aus dem Funkgerät lachen.“die stehen nämlich hier überall rum“. „Klar doch, mach ich.“ antwortete Ian. „Schließlich will ich doch heute noch mein irish stew essen. Dafür fahre ich doch glatt mal vorschriftsmäßig“ Es knackte wieder im Gerät und das Rauschen anschließend verriet, dass das Gespräch beendet war.</p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><img class="alignleft size-medium wp-image-487" title="www.pixelio.de - miroslaw" src="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/09/highway-miroslaw.jpg?w=300&#038;h=225" alt="www.pixelio.de - miroslaw" width="300" height="225" />„Na, dann wollen wir mal zurück in den Stall, mein Pferdchen“ rief Ian laut und klopfte auf den Beifahrersitz, als wolle er seinen Truck für die letzten Meter noch anfeuern. Er sah auf den Tacho und gab noch etwas Gas um die nächste Anhöhe zu erklimmen. Es war immer wieder das gleiche Gefühl, die gleiche Spannung, die gleiche Freude. Er lehnte sich mit dem Oberkörper auf das riesige Lenkrad und sah, wie sein Truck die Straße fraß, sich emporarbeitete in Richtung des endlosen Horizontes. Es war wie eine Sucht. Er konnte einfach nicht anders. Das hier war sein Leben und ein anderes gab es nicht. Ian war überzeugter Junggeselle. Eine Familie hätte hier nicht reingepasst. Sam hatte ihn irgendwann mal danach gefragt, ob er nicht mal zur Ruhe kommen und heiraten wolle, um eine Familie zu gründen. „Nein“, hatte er damals lachend abgewunken. „Das passt nicht zu mir. Ich brauche meine Freiheit, meinen Truck, den Geruch von Diesel und Benzin und immer wieder das Gefühl, zu neuen Ufern zu gehen. Eine Familie würde das nicht aushalten. Das habe ich früher schon gemerkt. „Und was ist, wenn du mal alt wirst oder krank? Wohin wirst du dann gehen? Wer soll für dich sorgen?“ hatte sie besorgt eingeworfen. „Für mich braucht niemand zu sorgen“, hatte er im Brustton der Überzeugung geantwortet. „Und wieso sollte ich krank werden?“ schob er dann noch hinterher. „Jeder kann krank werden.“ erwiderte Sam daraufhin. „Und was ist, wenn du mal stirbst?“ „Ach Sam“, winkte Ian mit einem breiten Grinsen ab. „Du weißt doch, ich sterbe nicht, ich falle irgenwann einfach vom Bock. Du musst nur dafür sorgen, dass ich dann dort auch begraben werde. Dort neben der Straße, oben auf einem Hügel, damit ich dann auch immer hinuntersehen kann.“ Sam sah ihn nur nachdenklich an und erwiderte nichts. Er musste es schließlich wissen, denn es war sein Leben. Trotzdem war ihr unheimlich bei diesem Gedanken und im Stillen hoffte sie, dass er irgendwann zu einem anderen Weg finden würde.</p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">Es wurde immer dämmeriger und Ian sah auf die Uhr und seine Vorfreude wuchs. Mittlerweile hatte er das Licht eingeschaltet. Das Radio lief immer noch leise. Noch wenige Minuten und er war angekommen zum wöchentlichen Treffen. Er würde Gary wiedersehen und ihn dann auch endlich nach dem Baby fragen, das seine Frau erwartete. Pete würde wieder in seiner Ecke sitzen und malen und den ganzen Abend nichts sagen. Sam hatte bestimmt schon wieder das beste irish stew des ganzen Kontinents auf dem Herd stehen und George würde ihm die neuesten Neuigkeiten von der Straße entlocken, sich mit ihm eine halbe Stunde in den Truck setzen und über die alten Zeiten reden.</p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><img class="alignleft size-medium wp-image-486" title="www.pixelio.de - mad max" src="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/09/autobahn_026-mad-max.jpg?w=300&#038;h=225" alt="www.pixelio.de - mad max" width="300" height="225" />Da war die Abfahrt. Er bog nach rechts und zog am Seil, das das typische Horn seines Trucks laut erschallen ließ. Er lachte laut bei dem Gedanken, dass die anderen jetzt genau wussten, wer da gerade vorfuhr. Er zog nochmal an dem Seil, lenkte seinen Truck auf den Parkplatz und hielt an. Er sah hinaus in den Abendhimmel. Es war noch nicht ganz dunkel, aber sehr klar. Der Mond und die Sterne funkelten bereits. Nur noch schemenhaft war die Landschaft hier zu erkennen. Grillen zirpten in der warmen Luft und hin und wieder hörte man ein Auto vorbeifahren. Ian lehnte sich in seinem Sitz zurück und dachte, dass er schon viele schöne Gegenden und Plätze gesehen hatte. Nirgendwo aber war es so schön, so friedlich, der Horizont so weit und der Himmel so nah, wie hier auf dem Parkplatz des Broken Wheel. Hier war sein Zuhause, sein Tisch, seine Familie, seine Freunde, hier&#8230;irgendwo in Nebraska.</p>
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		<title>Irgendwo&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Aug 2009 22:22:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>westfriends</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
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		<description><![CDATA[halten, weiterfahren oder ankommen? Es war wieder Abend im Broken Wheel, dem kleinen Truckstop an der Kreuzung der beiden großen und endlos scheinenden Highways mitten in Nebraska, einer jener besonderen und doch immer gleichbleibenden Abende, die den Alltag auf ihre Weise erhellten. Pete saß wie immer mittwochs in der Ecke des Gastraumes und war schweigend [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=westfriends.wordpress.com&amp;blog=5507753&amp;post=468&amp;subd=westfriends&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE">halten, weiterfahren oder ankommen?</p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="de-DE"><img class="alignleft size-medium wp-image-474" title="pixelio.de - n.förster" src="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/08/highway-n-forster.jpg?w=300&#038;h=225" alt="pixelio.de - n.förster" width="300" height="225" />Es war wieder Abend im Broken Wheel, dem kleinen Truckstop an der Kreuzung der beiden großen und endlos scheinenden Highways mitten in Nebraska, einer jener besonderen und doch immer gleichbleibenden Abende, die den Alltag auf ihre Weise erhellten. Pete saß wie immer mittwochs in der Ecke des Gastraumes und war schweigend in seine Arbeit vertieft. Es störte ihn nicht, dass die Männer im Raum viel zu laut ihre Geschichten erzählten, um das Dröhnen der Musikbox zu übertönen. Er registrierte es nicht einmal, denn viel zu sehr war er in seiner eigenen Gedankenwelt versunken.</p>
<p style="margin-bottom:0;">“Ach Beck<span lang="de-DE">y“, dachte er, nahm den feinsten Pinsel, den er hatte und tauchte ihn zunächst in schwarz, dann in tiefes Rot, um die Farben anschließend sauber zu vermischen. Sorgfältig und mit ruhiger Hand zeichnete er damit die Ränder der rubinroten Murmeln auf seinem Bild nach und verlieh ihnen damit ein kugelrundes Aussehen mit schillernder Tiefe. „Becky, Becky, Becky. Weißt du eigentlich, wie sehr du noch in meinem Leben bist?“ er holte tief Luft und überlegte kurz. „Jeden einzelnen Tag! Jeden einzelnen Tag.“ Er malte über eine weitere, in vielen Rottönen schillernde, Glaskugel in seinem Bild. Sie lag da wie ein unverletzlicher Edelstein zwischen den silbergrauen, scharfkantigen Felsbrocken. „Weißt du, dass ich den Tisch immer noch genau so decke wie früher, als wir noch zusammen waren und du das immer gemacht hast? Wieviel Liebe du da hineingesteckt hast, ist mir erst viel später bewusst geworden und seit dem ich es genau so mache, schmeckt mir das Essen auch viel besser. Dass es da einen Zusammenhang gibt, das hätte ich früher niemals erkannt, obwohl wir so oft darüber gestritten haben. Weißt du das noch?“ Sorgfältig und langsam zog er die Rundungen der tiefroten kleineren und größeren Kugeln nach. „Auch die Art, wie du die Betten gemacht hast, wie du die vielen bunten Kissen liebevoll aufgetürmt hast, damit man sich nur noch hineinlegen wollte. Ich mache es jetzt auch so, so als wärest du nie fortgegangen. Seltsam nicht? Du würdest staunen, was du aus so einem ungeschliffenen, kantigen Klotz wie mir gemacht hast. Leider zu spät, Becky. Für uns leider zu spät.“<span id="more-468"></span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span lang="de-DE">Er holte tief Luft, lehnte sich in seinem Stuhl zurück und betrachtete schweigend sein Gemälde.  Er sah auf diesen breiten Fluss in seinem Bild, der sich von links oben nach rechts unten ergoss. Er begann als Quelle in einem Blütenmeer aus rosa Moosröschen, verwandelte sich in diesen tiefroten, träge und schwer wie Lava werdenden, Fluss inmitten einer Felslandschaft, um dann am Ende in unendliche, kleine, rubinrote Glasmurmeln zu zerfallen, die in die bizarren Spalten, Kluften und  Tiefen des grauen Gesteins gerollt waren. Jede einzelne von ihnen war ein Unikat, eine Besonderheit von glasklarer Schönheit oder tiefroter Undurchsichtigkeit.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span lang="de-DE">In der Kneipe ging es mittlerweile lauter zu und Pete blickte über den Rand seines Bildes. Der verrückte Ian hatte mal wieder „sein“ Lied in der Jukebox ausgewählt, wohl zum 4. oder 5. Mal, so wie immer, wenn er hier seine Tour für die Nacht unterbrach. „Whiskey in the Jar“ tönte es in mächtiger Lautstärke und Ian tanzte dazu zwischen den Stühlen herum, lachte und sang laut mit. Auf einmal fasste er vor lauter Übermut Sam, die gerade mit aufgetürmten Tellern in den Armen auf dem Weg in die Küche war, um die Taille und wirbelte sie im Tanzschritt herum. Ein schrilles „IAN, lass das“ entfuhr ihr, während sie krampfhaft bemüht war, die Teller festzuhalten, damit sie nicht alle zu Boden krachten. Sie hatte große Mühe, die Balance zu halten. „Ian lass mich sofort los“ schimpfte sie, doch dieser hatte überhaupt nicht die Absicht, auf sie zu hören. „Ich versalze dir dein nächstes irish stew, wenn du mich nicht loslässt“ schnautzte sie und erst daraufhin lies er sie los. Entgeistert sah er sie an. „Du willst mir mein stew versalzen, Sam? Das kannst du nicht tun“. „Und ob ich das kann,“ keuchte sie zurück und mit „du wirst schon sehen“ rauschte sie in der Küche. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span lang="de-DE">Völlig zerknirscht ging Ian zurück an die Bar. „Das habe ich doch nicht so gemeint“ murmelte er leise vor sich hin und setzte sich auf seinen Hocker. „Du darfst mir mein stew nicht versalzen, Sam“, rief er dann“du machst doch das beste stew weit und breit.“ Aus der Küche kam keine Antwort, sondern man sah nur, wie Sam ihr großes, scharfes Küchenmesser drohend aus der Tür blitzen lies. Die Männer an der Bar grölten vor Lachen und Ian schob grinsend seinen Hut in den Nacken. Er kratzte sich seinen Bart und mit „schon in Ordnung, Sam“ beschwichtigte er die Situation. Er wusste, dass nun Schluss mit lustig war und mit Sam wollte er es sich auf gar keinen Fall verderben. Er kam zu gern hierher, es war ein Stück Familie  und Sam&#8217;s Stew war wie ein Hauch von Heimat für ihn. Er schob noch ein lautes „Es tut mir leid, Sam“ hinterher. Nach einer kleinen Weile steckte Sam den Kopf aus der Küchentür, grinste zu ihm rüber und mit „Schon in Ordnung, Ian“ war der Abend wieder gerettet.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span lang="de-DE">Pete schmunzelte in sich rein und versank wieder in seinem Bild. Dieser Ian konnte noch so alt und grau werden, irgendwie blieb er immer derselbe, verrückte, lebenslustige Trucker, der jeden Mittwoch hier den Laden auf seine Weise aufmischte. Jedesmal war man froh, wenn er wieder fuhr und genau so freuten sich alle, wenn Mittwochs wieder der typische Klang des Horns von seinem Truck vom Parkplatz zu hören war. Pete dachte voller Freude daran, dass er früher selber gern über die weiten Straßen des Landes gefahren war. Immer und immer wieder hatte sein Truck die kilometerlangen highways verschlungen und jedesmal hatte ihn sein Weg hierher geführt, ins Broken Wheel, zum Familientreffen der besonderen Art.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">„<span lang="de-DE">Becky, mein rubinroter Juwel,&#8220; dachte er und lächelte. „Becky, Becky, Becky. Ich hätte es wissen müssen&#8230;“ Er nahm <img class="alignright size-medium wp-image-471" title="pixelio.de - domaris" src="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/08/farben-domaris1.jpg?w=300&#038;h=225" alt="pixelio.de - domaris" width="300" height="225" />wieder seinen Pinsel zur Hand, diesmal ein grober Pinsel mit breiten Borsten. Steingrau war die Farbe, in die er ihn tauchte. Steingrau wie die scharfen Felsen, die spitzen Steine, die groben Brocken, durch die sich der große rote Fluss auf seinem Bild seine Bahn brach. „Ich hätte wissen müssen, dass es nicht gut gehen wird mit uns.“ Er strich mit dem Pinsel über die Leinwand und erweckte damit einen grauen Felsvorsprung zum Leben. „Wir sind einfach zu verschieden gewesen“. Du wolltest ein Leben wie die Moosröschen auf der Tapete in deinem Mädchenzimmer und ich konnte dir nur scharfkantige Steine bieten, Teile des groben Klotzes, der ich nun mal war &#8230;“ er machte eine kurze Pause und dachte nach„&#8230;und irgendwie auch immer noch bin.“ Er legte den grauen Borstenpinsel zur Seite,  nahm den Feinen in Rot und formte eine neuen rubinfarbene Glasmurmel auf seinem Gemälde. „Ich habe auch nicht gesehen, nicht sehen wollen, wie du dich verändert hast, wie du immer mehr versucht hast, dir und uns deinen Lebenswunsch zu erhalten. Ich habe nicht bemerkt, wie du immer mehr angestrengt hast, dich selber und uns zuzudecken, so sehr, bis aus deinem leichten rosa Moosröschenleben ein Dasein wie schwerer roter Wein geworden war, jener Wein, der am Glasrand einen purpurvioletten Film hinterlässt, wenn man es schwenkt. Ein tiefroter Fluss, der träge und undurchsichtig seinen täglichen Lauf nahm, bis eines Tages etwas so schweres hineinfiel, das ihn in tausende kleiner Tropfen zerfallen ließ.“</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">„<span lang="de-DE">Du lerntest jemanden anderes kennen. Du konntest das steinige Leben an meiner Seite nicht mehr ertragen und hast mich verlassen, hast dich aufgemacht um dein Leben wie auf der Moosröschentapete wieder zu finden. „Elisabeth lebt heute in Missouri“, hat deine Mutter mir neulich gesagt, als ich sie traf. Du seiest sehr glücklich. Es freut mich, das zu hören, obwohl du mir fehlst und ich dich immer noch liebe.“ Mit großer Sorgfalt zog er mit einem feinen Dunkelgrau eine scharfe Felskante nach, an der eine dieser tiefroten Murmeln hängen geblieben war. „Vor ein paar Tagen habe ich ein altes Album gefunden, Becky“ dachte er wehmütig „es zeigte uns, wie wir mal waren. Damals, als alles anfing, als alles noch gut war, eine Welt voller Träume, die uns nur zu Füßen lag. So dachten wir. Zumindest wollten wir daran glauben, obwohl wir es hätten besser wissen müssen. Du, die behütete Farmerstochter aus gutem Haus und ich der Junge von der Straße, der seine einzige Zukunft auf den endlosen Weiten der Landstraßen sah, schon allein deshalb, weil ihm gar nichts anderes übrig blieb. Aber wir dachten, dass wir das schaffen. An uns würden alle Vorurteile zerbrechen. Unsere Liebe würde es aushalten. Leider war es nicht so.“ Er holte tief Luft und machte eine kleine Pause. „Ich fahre nicht mehr, Becky.“ führte er seinen stillen Dialog fort „du hast mir mit deinem Fortgehen auch etwas dagelassen, das mich verändert hat. Du hast mir zurückgelassen, dass es mehr gibt in diesem Leben, als wir sehen können. Du hast mich dazu gebracht, darüber nachzudenken, was ich eigentlich will und ob es da noch etwas anderes gibt. Dazu wäre es sonst nie gekommen. Ich danke dir dafür.“ Er griff wieder zu dem feinen schwarzroten Pinsel, um die Konturen der Murmeln nachzuzeichnen. „Ich habe den Truck an den Nagel gehängt, Becky. Du wirst es nicht glauben, aber es ist so. Ich habe das kleine Farmhaus auf dem Hügel gekauft und lebe jetzt dort allein. Ich komme sehr gut zurecht, habe Freundschaften geschlossen und fühle mich sehr wohl. Dabei helfen mir auch meine Hündin Yoko und mein Kater Tony. Du siehst, der grobe Klotz ist zur Ruhe gekommen, seine spitzen Ecken schleifen sich ab, seine Kanten werden weicher und verlieren die Schärfe.“ Er griff nach einem hellen, feinen Pinsel und verlieh damit den vielen tiefroten, gläserenen Murmeln einen schillernden Glanz, noch einen Hauch von Spiegelung und Lichtreflex. Dann legte er sein Werkzeug zur Seite. Er war fertig.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span lang="de-DE">Langsam stand Pete von seinem Stuhl auf und ging einen Schritt zurück, um sein Bild anzusehen. „Hey Pete“, rief es von der Bar, „hast du immer noch Mittwochs deinen Schweigetag?“ Pete sah nur wortlos hoch, lächelte versonnen und betrachtete wieder sein Werk. Natürlich würde er heute schweigen, so wie immer Mittwochs, wenn er hierhin zum Malen kam. Er konnte nur eines von beiden, entweder sprechen oder malen. Beides zusammen ging nicht und so hatte sich sein Schweigetag einfach wie von selbst eingestellt und er fühlte sich dabei sehr wohl. Er saß hier hinten in der Ecke, die ihm George und Sam überlassen hatten, ließ seinen Gedanken freien Lauf und malte. Anfangs hatten sie es nicht verstanden und vor allem Sam, die eigentlich Samantha hieß, war immer sehr besorgt wegen seiner Eigenbröteleien. Mittlerweile hatten sie sich daran gewöhnt und auch für die anderen Fahrer war es nichts besonderes mehr, ihn, den schweigsam malenden Ex-Trucker, hier im hinteren Winkel des „Broken Wheel“ vorzufinden. Es war ok für sie. Er gehörte zur Familie.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span lang="de-DE">Pete ordnete sein Sachen, verschloss die Farben und räumte alles in einen kleinen Schrank an der Wand. Pinsel und Werkzeug würde er mitnehmen und zu Hause reinigen, um es nächste Woche wieder mitzubringen, wenn er wieder zum Malen hierher kam. Er packte sie in eine Tasche, hängte sie sich über die Schulter und ging langsam durch den Gastraum zur Tür „Gute Nacht, Pete“ lächelte Sam ihm zu. Sie stand hinter dem Tresen und polierte die Gläser. Pete tippte an seinen Hut, nickte ihr und den anderen freundlich zu und verließ den Truckstop. Die Tür klingelte leise, als er in die Nacht hinaustrat und sie hinter sich verschloss.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span lang="de-DE">Sam sah im versonnen nach, stellte die polierten Gläser zügig zurück ins Regal und ging schnurstracks in Pete&#8217;s Ecke, um sich sein Bild anzusehen. Die Männer an der Theke blickten neugierig zu ihr hinüber, als sich ein Lächeln der Erleichterung in ihrem Gesicht zeigte. Sie betrachtete dieses bizarre Kunstwerk aus Grautönen und tiefem Rot und stellte voller Erleichterung fest, dass es nicht fertig war. Wie bei allen Bildern, die Pete malte, gab es auch hier eine unvollendete Ecke. Sie erinnerte sich daran, dass sie sich mal mit ihm darüber gestritten hatte, dass er seine Bilder niemals fertig malte.“Du könntest deine Bilder verkaufen, wenn du sie nur alle fertig machen würdest“, hatte sie ihm verständnislos vorgeworfen. „Wenn ich mal anfange, meine Bilder zu ende zu malen, dann hat mein Leben keine Farbe mehr“, war seine knappe Antwort darauf gewesen. „Solange ich noch Farbe brauche, um alles zu malen, werden meine Bilder unvollständig sein.“ Sie hatte es damals einfach zur Kenntnis nehmen müssen, ohne wirklich etwas damit anfangen zu können, aber heute war für sie jedesmal der unfertige Teil seiner Bilder Grund zur Erleichterung und Freude. Er war noch nicht am Ende angekommen. Sie würde in ein paar Tagen mit einer Decke kommen, das Bild verhüllen, nach hinten bringen und zu den anderen stellen. Er aber würde wiederkommen, am nächsten Mittwoch. Er würde sich wieder hier hinsetzen und eines seiner Bilder malen, wunderschön und farbenfroh, unvollendet.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span lang="de-DE">Inzwischen hatten sich die anderen Gäste auch verabschiedet, um sich in die Schlafkabinen ihrer Trucks <img class="alignright size-medium wp-image-473" title="pixelio.de - mondzart-hohenlohe" src="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/08/highway-mondzart-hohenlohe1.jpg?w=300&#038;h=122" alt="pixelio.de - mondzart-hohenlohe" width="300" height="122" />zurückzuziehen. Sam ging überall an die Tische, blies die Kerzen aus und ordnete alles für den nächsten Tag. Sie ging noch einmal zur Tür, öffnete sie und blickte sich draußen um. Es war dunkel und still auf dem Parkplatz und viele schliefen sicher schon. Nur aus Ian&#8217;s Truck ertönte noch der Fernseher. „Der kann einfach nicht anders“ schmunzelte sie in sich hinein, verschloss die Tür, löschte das Licht und die Dunkeheit der Nacht legte sich wie eine schützende Decke über das „Broken Wheel“ &#8211; </span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span lang="de-DE">irgendwo in Nebraska.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/westfriends.wordpress.com/468/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/westfriends.wordpress.com/468/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/westfriends.wordpress.com/468/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/westfriends.wordpress.com/468/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/westfriends.wordpress.com/468/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/westfriends.wordpress.com/468/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/westfriends.wordpress.com/468/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/westfriends.wordpress.com/468/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/westfriends.wordpress.com/468/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/westfriends.wordpress.com/468/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/westfriends.wordpress.com/468/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/westfriends.wordpress.com/468/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/westfriends.wordpress.com/468/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/westfriends.wordpress.com/468/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=westfriends.wordpress.com&amp;blog=5507753&amp;post=468&amp;subd=westfriends&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Die erste Wurzel&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 20:38:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>westfriends</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit Tagen, nein eher seit Wochen, liegen mir meine Lieben in den Ohren, dass ich dringendst zum Frisör gehen müsse. &#8222;Da muss mal ein Schnitt rein&#8220; ist noch eine der harmloseren Äußerungen. Gut, zwischenzeitlich habe ich mir dann auch mal selbst geholfen, weil ich nichts mehr sehen konnte, aber den Rest sollte und wollte ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=westfriends.wordpress.com&amp;blog=5507753&amp;post=463&amp;subd=westfriends&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Tagen, nein eher seit Wochen, liegen mir meine Lieben in den Ohren, dass ich dringendst zum Frisör gehen müsse. &#8222;Da muss mal ein Schnitt rein&#8220; ist noch eine der harmloseren Äußerungen. Gut, zwischenzeitlich habe ich mir dann auch mal selbst geholfen, weil ich nichts mehr sehen konnte, aber den Rest sollte und wollte ich dann doch eigentlich einem Fachmann bzw. der Fachfrau überlassen.</p>
<p>In Deutschland hätte ich auch sofort gewusst wo, denn schließlich hatte ich schon seit Jahren den Salon meines Vertrauens einschließlich der Fachfrau mit den perfekten Händen für den perfekten Schnitt. Sowas weiß ich nur allzugut zu schätzen, denn schließlich kenne ich auch die andere Seite der Medaille, nämlich die, dass man nach dem Frisörbesuch mit hochgeklapptem Mantelkragen und gesenkten Hauptes nach Hause stürmt, um dann schnurstracks das Badezimmer aufzusuchen, den Kopf nochmal unters Wasser zu halten, um dann zu retten was noch zu retten ist.<span id="more-463"></span></p>
<p>Genau diese erlebten Ich-komme-vom-Frisör-Traumas haben mich bisher bei jedem Umzug den ersten Haarschnitt hinauszögern lassen bis zum gehtnichtmehr. Daran ändert auch nicht, dass wir uns nun in einem neuen Land befinden.</p>
<p>Wohin gehe ich? Was sage ich der Friseurin? Was um alles in der Welt heißt &#8222;Stufenschnitt&#8220;? Gut, Bob ist Bob, soviel hatte mir Leo schon verraten, aber wie nennt man hier den Pony? Außerdem will ich keinen kurzen Bob, sondern einen etwas längeren. Und ich will die Haare nicht zu stramm geföhnt haben, denn erfahrungsgemäß bleiben sie dann senkrecht in der Luft stehen &#8211; hatte ich alles schon.</p>
<p>Aaaarghhh. Ok, ich lasse sie einfach wachsen&#8230;So lautete dann meine Lösung der letzten Wochen. Nun rücken aber auch Vorstellungstermine in greifbare Nähe und wieder kam der reizende Vorschlag vom besten Ehemann von allen &#8222;Du solltest aber vorher noch zum Frisör gehen!&#8220;</p>
<p>Der hat gut reden. ER hat damit keine Probleme, denn schließlich schneide ICH ihm schon seit Jahren die Haare und deshalb muss ER mir nicht den Stufenschnitt auf englisch erklären.</p>
<p>Also schwang ich mich vor meinen Rechner und googlete mal so herum nach Friseurläden hier in der Nähe und fand auch dann gleich eine Seite, die mich besonders ansprach: <a href="http://www.luxehairsalon.ca/">Luxe Hair Salon, Port Moody</a>. Die Seite gefiel mir, die abgebildeten Frisuren, green products &#8211; aha <img src='http://s2.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> )). Also nichts wie auf nach Port Moody, ist das doch hier gleich um die Ecke.</p>
<p>Ich bin auch gleich drangekommen und hatte also auch keine Chance mehr, meinem Schicksal zu entrinnen. Meine ganz persönliche Frisörin Jessica hat sich dann auch gleich meinem Kopf gewidmet und meine Haare ganz hervorragend gebändigt. Nicht nur, dass wir uns auch noch ganz reizend unterhalten haben, sie hat mir einen tollen Haarschnitt &#8222;verpasst&#8220;. Ich hab mir tatsächlich hinterher besser gefallen, als vorher. Das gelang sonst nur meiner Stammfrisörin in Deutschland.</p>
<p>Ausgesprochen glücklich habe ich dann meine 53 Dollar für diese schöne Frisur gezahlt und gleich auch noch angekündigt, dass sich der Rest der Familie dann auch bei ihr einfinden wird.</p>
<p>Als ich dann den Laden verließ, hatte ich das Gefühl, eine erste Wurzel geschlagen zu haben. Wenn man schon mal den Frisör seines Vertrauens gefunden hat&#8230; ist man schon fast zu Hause, oder?</p>
<p>Jessica sei Dank <img src='http://s2.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/westfriends.wordpress.com/463/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/westfriends.wordpress.com/463/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/westfriends.wordpress.com/463/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/westfriends.wordpress.com/463/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/westfriends.wordpress.com/463/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/westfriends.wordpress.com/463/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/westfriends.wordpress.com/463/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/westfriends.wordpress.com/463/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/westfriends.wordpress.com/463/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/westfriends.wordpress.com/463/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/westfriends.wordpress.com/463/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/westfriends.wordpress.com/463/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/westfriends.wordpress.com/463/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/westfriends.wordpress.com/463/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=westfriends.wordpress.com&amp;blog=5507753&amp;post=463&amp;subd=westfriends&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Go volunteer&#8230;.</title>
		<link>http://westfriends.wordpress.com/2009/06/20/go-volunteer/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Jun 2009 06:36:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>westfriends</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Volunteering]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ist etwas völlig neues für uns. Wir kennen in Deutschland auch, dass man sich in seiner Freizeit für etwas engagiert, bei der freiwilligen Feuerwehr z.B. oder aber politisch in einer Partei, im Krankenhaus bei den &#8222;grünen Damen&#8220; oder ähnlichem. Aber eine durch und durch kultivierte Freiwilligenarbeit, so wie das hier in Kanada organisiert ist, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=westfriends.wordpress.com&amp;blog=5507753&amp;post=457&amp;subd=westfriends&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist etwas völlig neues für uns. Wir kennen in Deutschland auch, dass man sich in seiner Freizeit für etwas engagiert, bei der freiwilligen Feuerwehr z.B. oder aber politisch in einer Partei, im Krankenhaus bei den &#8222;grünen Damen&#8220; oder ähnlichem.</p>
<p>Aber eine durch und durch kultivierte Freiwilligenarbeit, so wie das hier in Kanada organisiert ist, kennen wir das nicht. Volunteering gehört hier nicht nur zum guten Ton, es ist fester Bestandteil dieser Kultur. Wie so etwas funktioniert, kann man auf dieser Seite <a href="http://www.govolunteer.ca">www.govolunteer.ca</a> sehr gut nachlesen. Es gibt in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens Möglichkeiten der Freiwilligenarbeit, angefangen von regelmäßigen Diensten in öffentlichen Einrichtungen bis hin zu einzelnen Veranstaltungen, wie z.B. das traditionelle Drachenbootrennen, das nächstes Wochenende hier in Vancouver stattfinden wird.</p>
<p>Eine solche Einrichtung ist die <a href="http://www.habitat.ca">Habitat for Humanity</a> Canada. Diese Organisation sorgt für preisgünstigen Wohnraum für einkommensschwächere Familien. In überwiegend freiwillig geleisteter Arbeit werden Häuser und Wohnungen erstellt, die zudem noch wirklich hübsch aussehen und in verkehrsgünstiger Lage sind. Mitmachen darf jeder, vom Laien bis zum Fachmann. Sogar Fachfirmen werden für wichtige Dinge, wie z.B. Wasser und Elektrik, eingebunden. Familien mit einem Jahreseinkommen bis zu 60000 Dollar koennen dann ein solches Haus zum halben Herstellungspreis erwerben. Als Gegenleistung dafuer muessen sie sich zu regelmaessigen Sozialstunden verpfichten.<span id="more-457"></span></p>
<p>Eine interessante Variante, bei der auch Leute, die nicht unbedingt handwerklich begabt sind, zu einem guten Teil an Eigenleistung kommen. Die Haeuser werden bezugsfertig erstellt und die Eigenleistung besteht aus Sozialarbeit bzw. Volunteering. Nicht schlecht. Und die Haeusschen sind wirklich huebsch, liegen verkehrsguenstig in der Nahe einer skytrain-station und trotzdem ruhig im Gruenen.</p>
<p>Das ganze erinnert mich an einen Film, den ich mal über die Amish People gesehen habe. Wenn dort eine neue Scheune errichtet werden soll, kommt das ganze Dorf zusammen, um zu helfen. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Volunteering da seine Ursachen haben wird. Dieses Land ist riesig groß und die Entfernungen zwischen Nachbarn oft sehr weit. Natürlich nicht hier in Vancouver, aber sobald man hier in Richtung Rockies fährt, kann es schon mal einsam werden und eine historisch gewachsene Kultur ändert sich nicht unbedingt, wenn sich in der Neuzeit große Städte bilden. Da ist man auf Nachbarschaftshilfe angewiesen. Jeder hilft jedem. Jedenfalls ist das eine tolle Sache. Man engagiert sich, knüpft Kontakte, findet Anschluss und Freunde.</p>
<p>Seit heute ist der beste Ehemann von allen auch mit dabei und kann so ganz nebenbei kostenlos seine Fachsprache verbessern, die Bauregeln und Building Codes lernen und quasi live und in Farbe mitbekommen, wie der Kamm von innen aussieht, also kanadische Baustellen funktionieren. Der supervisor auf der Baustelle ist 74 Jahre alt, der älteste Mitarbeiter 84 und der kommt regelmäßig ein Mal pro Woche, um kräftig mitzubauen. Ansonsten befinden sich noch einige Ingenieure  dort, z.B. aus Japan oder China. Kurzum bunt kanadisch.</p>
<p>Die Baustellen sind gut ausgestattet, mit allem, was der Fachmann braucht und gebaut wird Donnerstags, Freitags und Samstags.</p>
<p>Der erste Tag heute war toll, hochinteressant und hat viel Spaß gemacht.</p>
<p>Für mich wird es demnächst auch so etwas geben. Ich habe mir aus dem reichhaltigen Angebot einige nonprofit-Organisationen herausgesucht, z.B. settlement-organizations. Das knüpft sehr schön an meine Arbeit in der internationalen Fortbildung an. Ich mag es, mich in buntem Publikum zu bewegen, Menschen aus aller Herren Länder kennen zu lernen und so lange ich noch nicht fest im Job bin, kann ich sowas gut leisten.</p>
<p>Ab diesem Wochenende ist der &#8222;Müßiggang&#8220; ohnehin endgültig vorbei. Wir werden nun beide in punkto Jobsuche jetzt richtig Gas geben. Bisher war alles nur mehr oder weniger Probelauf und nicht mal im ersten Gang. Aber wir haben diese Zeit auch gebraucht, um erst mal wieder zu uns selbst zu kommen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/westfriends.wordpress.com/457/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/westfriends.wordpress.com/457/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/westfriends.wordpress.com/457/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/westfriends.wordpress.com/457/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/westfriends.wordpress.com/457/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/westfriends.wordpress.com/457/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/westfriends.wordpress.com/457/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/westfriends.wordpress.com/457/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/westfriends.wordpress.com/457/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/westfriends.wordpress.com/457/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/westfriends.wordpress.com/457/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/westfriends.wordpress.com/457/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/westfriends.wordpress.com/457/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/westfriends.wordpress.com/457/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=westfriends.wordpress.com&amp;blog=5507753&amp;post=457&amp;subd=westfriends&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Mein erstes jobinterview</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 21:36:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>westfriends</dc:creator>
				<category><![CDATA[westfriends on tour]]></category>
		<category><![CDATA[Einwanderung]]></category>
		<category><![CDATA[jobsuche]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Donnerstag um 13.30 h war es so weit. Ich hatte mein erstes Vorstellungsgespraech in Kanada und ich muss sagen, ich war richtig stolz auf mich. Eigentlich haengt nichts davon ab, das machte es fuer mich einfacher. Schon seit laengerem stehe ich mit der Firma, einem ziemlich grossen recruiter hier, in Kontakt. Meine Unterlagen hatten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=westfriends.wordpress.com&amp;blog=5507753&amp;post=448&amp;subd=westfriends&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Donnerstag um 13.30 h war es so weit. Ich hatte mein erstes Vorstellungsgespraech in Kanada und ich muss sagen, ich war richtig stolz auf mich.</p>
<p>Eigentlich haengt nichts davon ab, das machte es fuer mich einfacher. Schon seit laengerem stehe ich mit der Firma, einem ziemlich grossen recruiter hier, in Kontakt. Meine Unterlagen hatten sie schon laenger und Anfang letzter Woche bekam ich einen update-Anruf von Chelsea. Es ging im wesentlichen nur darum, ob sich bei mir etwas veraendert hatte oder nicht. Bei der Gelegenheit haben wir dann gleich einen Termin fuer ein persoenliches Gespraech vereinbart.<span id="more-448"></span></p>
<p>Es hat wunderbar funktioniert. Mein Englisch hat mich nicht im Stich gelassen. Ganze drei Mal habe ich mich etwas verhaspelt &#8211; meine Interviewpartnerin aber auch. Das beruhigt.  <img src='http://s2.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das Gespraech dauerte etwa 25 min. und mein Gegenueber ging wirklich straight by the book, also Recruitment-Gespraeche Seite 1-Ende, Kapitel fuer Kapitel. Auch das machte es fuer mich einfacher, weil irgendwie abzusehen war, was als naechstes kommt. Da fuehlt man sich gleich sicherer.</p>
<p>Im Moment haben sie nichts fuer mich, aber sobald sich etwas auftut, werden sie sich bei mir melden. Auf jeden Fall hat sie festgestellt, dass ich gut ausgebildet und sehr flexibel bin, was alles in Zukunft leichter macht.</p>
<p>Lustig war fuer mich, dass sie hoechstes Interesse am besten Ehemann von allen zeigte. In meinem Lebenslauf steht eben einiges ueber unsere Selbststaendigkeit und als sie &#8222;Engineering Consulting&#8220; hoerte, klickte es hoerbar. Sie fragte noch mal nach, ob er wirklich structural engineer waere und als ich das bejahte, kam sofort die Bitte nach Zusendung des resumes. Diese Recruitment-Firma ist schliesslich auch im engineering-sector sehr aktiv und gute Projektleiter sind hier immer noch Mangelware. (Anm.: Ausserdem verdient man daran mehr <img src='http://s2.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> ), schliesslich leben sie weder von Luft und Liebe noch von Charity.)  Ich hab ihr dann noch unsere noch aktive website genannt, die sie nun eingehend studieren wird. Ich denke, naechste Woche wird ein Anruf folgen. Ich muesste mich sehr taeuschen, wenn es anders waere.</p>
<p>Mir ist das nur recht. Wenn ich kann, ruehre ich auch die Werbetrommel fuer uns alle. Da kenne ich keine Beruehrungsaengste. Es ist doch letztlich egal, welche Strippe zieht, oder?</p>
<p>Ab morgen geht es wieder rund im allgemeinen Bewerbungsfieber, diesmal mit angepassten resumes und passenden cover letters. Just amazing, eh <img src='http://s2.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> ).</p>
<p>Also sie sind schon unglaublich nett hier und ich merke taeglich, wie das mehr und mehr auch auf uns abfaerbt. Man kann sich da einfach nicht verschliessen. Dieses Land ist einfach nichts fuer Berufsmuffel <img src='http://s2.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Just happy!!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/westfriends.wordpress.com/448/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/westfriends.wordpress.com/448/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/westfriends.wordpress.com/448/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/westfriends.wordpress.com/448/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/westfriends.wordpress.com/448/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/westfriends.wordpress.com/448/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/westfriends.wordpress.com/448/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/westfriends.wordpress.com/448/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/westfriends.wordpress.com/448/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/westfriends.wordpress.com/448/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/westfriends.wordpress.com/448/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/westfriends.wordpress.com/448/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/westfriends.wordpress.com/448/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/westfriends.wordpress.com/448/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=westfriends.wordpress.com&amp;blog=5507753&amp;post=448&amp;subd=westfriends&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Um die Ecke &#8211; II</title>
		<link>http://westfriends.wordpress.com/2009/06/07/um-die-ecke-ii/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 19:39:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>westfriends</dc:creator>
				<category><![CDATA[westfriends on tour]]></category>
		<category><![CDATA[auswandern]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Vancouver]]></category>

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		<description><![CDATA[Ebenfalls ganz in der Naehe liegt Port Moody, eine huebsche kleinere Stadt &#8222;City of the Arts&#8220; genannt, mit einem doch recht grossen Hafen fuer richtig grosse Schiffe. Nichts desto trotz wurde auch hier alles fuer Freizeitvergnuegen getan, ganz besonders am Meeresufer. Port Moody liegt nicht etwa an einem Fluss, sondern an einem ziemlich langen Meeresarm. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=westfriends.wordpress.com&amp;blog=5507753&amp;post=435&amp;subd=westfriends&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ebenfalls ganz in der Naehe liegt Port Moody, eine huebsche kleinere Stadt &#8222;City of the Arts&#8220; genannt, mit einem doch recht grossen Hafen fuer richtig grosse Schiffe.</p>
<p>Nichts desto trotz wurde auch hier alles fuer Freizeitvergnuegen getan, ganz besonders am Meeresufer. Port Moody liegt nicht etwa an einem Fluss, sondern an einem ziemlich langen Meeresarm. Rundherum gibt es verwunschene Wege und auch kleinere Strassen, die extra fuer die vielen outdoor-Vergnuegungen hergerichtet wurden. Joggen, Wandern, Radfahren, Skaten&#8230; der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auffaellig ist aber, dass die Spaziergaenger deutlich in der Minderheit sind. Begegnet man in Deutschland als Spaxiergaenger hin- und wieder einem Jogger, so trifft man hier als Sportler aller Art hin und wieder einen Spaziergaenger. <img src='http://s2.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> . Jenes langsame Fussvolk ist also hier deutlich in der Minderheit. Ob sie Artenschutz geniessen konnte ich noch nicht herausfinden, aber ein schlechtes Gewissen koennte man schon bekommen, wenn die immer freundlichen Kanadier staendig an einem vorbeiflitzen.<span id="more-435"></span></p>
<p>Wie dem auch sei, einer dieser traumhaften und wirklich sehr idyllischen Wege fuehrt am Meesesufer entlang und sieht so aus:</p>

<a href='http://westfriends.wordpress.com/2009/06/07/um-die-ecke-ii/sspx0335/' title='SSPX0335'><img width="112" height="150" src="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/06/sspx03354.jpg?w=112&#038;h=150" class="attachment-thumbnail" alt="SSPX0335" title="SSPX0335" /></a>
<a href='http://westfriends.wordpress.com/2009/06/07/um-die-ecke-ii/sspx0340/' title='SSPX0340'><img width="150" height="112" src="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/06/sspx03402.jpg?w=150&#038;h=112" class="attachment-thumbnail" alt="SSPX0340" title="SSPX0340" /></a>
<a href='http://westfriends.wordpress.com/2009/06/07/um-die-ecke-ii/sspx0341/' title='SSPX0341'><img width="150" height="112" src="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/06/sspx03411.jpg?w=150&#038;h=112" class="attachment-thumbnail" alt="SSPX0341" title="SSPX0341" /></a>
<a href='http://westfriends.wordpress.com/2009/06/07/um-die-ecke-ii/sspx0342/' title='SSPX0342'><img width="150" height="112" src="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/06/sspx03422.jpg?w=150&#038;h=112" class="attachment-thumbnail" alt="SSPX0342" title="SSPX0342" /></a>
<a href='http://westfriends.wordpress.com/2009/06/07/um-die-ecke-ii/sspx0343/' title='SSPX0343'><img width="150" height="112" src="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/06/sspx03432.jpg?w=150&#038;h=112" class="attachment-thumbnail" alt="SSPX0343" title="SSPX0343" /></a>
<a href='http://westfriends.wordpress.com/2009/06/07/um-die-ecke-ii/sspx0344/' title='SSPX0344'><img width="150" height="112" src="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/06/sspx03442.jpg?w=150&#038;h=112" class="attachment-thumbnail" alt="SSPX0344" title="SSPX0344" /></a>
<a href='http://westfriends.wordpress.com/2009/06/07/um-die-ecke-ii/sspx0345/' title='SSPX0345'><img width="150" height="112" src="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/06/sspx03452.jpg?w=150&#038;h=112" class="attachment-thumbnail" alt="SSPX0345" title="SSPX0345" /></a>
<a href='http://westfriends.wordpress.com/2009/06/07/um-die-ecke-ii/sspx0347/' title='SSPX0347'><img width="150" height="112" src="http://westfriends.files.wordpress.com/2009/06/sspx03472.jpg?w=150&#038;h=112" class="attachment-thumbnail" alt="SSPX0347" title="SSPX0347" /></a>

<p>Idylle pur.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/westfriends.wordpress.com/435/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/westfriends.wordpress.com/435/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/westfriends.wordpress.com/435/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/westfriends.wordpress.com/435/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/westfriends.wordpress.com/435/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/westfriends.wordpress.com/435/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/westfriends.wordpress.com/435/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/westfriends.wordpress.com/435/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/westfriends.wordpress.com/435/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/westfriends.wordpress.com/435/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/westfriends.wordpress.com/435/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/westfriends.wordpress.com/435/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/westfriends.wordpress.com/435/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/westfriends.wordpress.com/435/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=westfriends.wordpress.com&amp;blog=5507753&amp;post=435&amp;subd=westfriends&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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