Westfriends’s Blog

Wireless LAN

 

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Es ist ein Morgen wie viele andere. Ich stehe am Bahnhof, meine Zeitung in den Arm geklemmt, meine Tasche über den Schultern, die Hände in den Manteltaschen. Es wird herbstlich und durch die feuchte Luft friere ich ein bisschen. Ich klappe den Kragen meines Mantels hoch und meine Augen schweifen über die abgeernteten Felder seitlich der Gleise. Leichter Dunst liegt noch auf dem Boden aber darüber zeigt sich bereits der nahende Sonnenschein. Es wird ein guter Tag werden, ein strahlender Spätsommertag, soviel scheint der Himmel zu versprechen.

Mit mir warten einige andere Fahrgäste auf dem Bahnsteig. Ein Grüppchen steht zusammen. Man hat wohl eine gemeinsame Tagestour geplant, studiert eifrig die Pläne, kramt im Rucksack, tauscht Informationen aus, lacht. Weiter hinten stehen ein paar Berufstätige im perfekten Businessdress. Einer telefoniert bereits dienstlich. Sein Handy hält er ans Ohr gepresst und der Rest der Wartenden kann Fetzen des Gespräches aufnehmen. Ernst ist seine Miene und zwischen den vielen „Ja, ich verstehe….“ nickt er eifrig und scheint tiefe Überlegungen über große Probleme anzustellen. Geschäftig läuft er auf und ab. Durch die Ansage ertönt eine Frauenstimme, die den herannahenden Zug ankündigt, der mich wie immer zur Arbeit bringen wird. Eine kleine Gruppe Jugendlicher schlendert noch heran, einige mit Kopfhörern, die trotzdem den Rest an der Musik teilhaben lassen. Metallisch klingen die Takte heraus, zwischendrin die Andeutungen von rappendem Sprechgesang. Weiterlesen »

November 14, 2008 Geschrieben von | Kurzgeschichten | , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

DU

www.pixelio.de - orangemine

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Ich lehne mich zurück im Schatten, hier unten in der Tiefe der Dämmerung. Um mich herum nur leise Töne, sanft durchbrochene Stille, erfüllt von Spannung, Neugier und leiser Demut.

Wie von Zauberhand hebt sich die schwere Dunkelheit vor meinen Augen und sehe dich dort im Licht. Für eine kurze Zeit öffnet sich das Auge der unsichtbaren Kamera und lässt Licht hinein. Ich sehe wie du verschwindest, nicht mehr du bist und doch da bleibst, eintauchst in jemanden, den ich nicht kenne, den du mir vorstellen wirst, an dessen Leben du mich teilhaben lässt. Du lässt mich hineinblicken, mitgehen, mit leiden, mit freuen, mit zittern. Du ziehst mich mit in das Geschehen Mensch gewordener Poesie. Weiterlesen »

November 14, 2008 Geschrieben von | Kurzgeschichten | , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Der Pflastermaler

 

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Der Montag dieses Frühsommers war so klar wie das Bild auf einer Postkarte. Marten lenkte den schweren Wagen mit leichter Hand in Richtung Tiefgarage, drückte den Summer und wie von Zauberhand bewegte sich das Rolltor gleichmäßig nach oben. Zielsicher steuerte er seinen reservierten Parkplatz an und stellte den Motor ab. Er griff zur Beifahrerseite, nahm Mantel und Aktenkoffer an sich, stieg aus und ging leichten Schrittes in Richtung Ausgang. Heute sollte ein guter Tag werden. Die Firma lief schließlich sehr gut. Erst in der letzten Woche hatten sie einen Millionenauftrag unter Dach und Fach gebracht und heute sollte der Startschuss für das neue Projekt fallen.

 

Es herrschte Hochbetrieb auf der Hauptstraße, Montagsverkehr wie immer. Er überquerte sie zügig, um dann den Haupteingang seiner Firma, der O.E.S. Ltd. anzusteuern. Auch die Bürgersteige schienen heute überzuquellen. Es war doch erstaunlich, wie viele Menschen hier in der City unterwegs waren. An der Drehtür angekommen, bemerkte er, dass sich genau vor dem Eingang, zwar in angemessenem Abstand, ein Pflastermaler mit seinen Utensilien ausgebreitet hatte und gerade mit seinem Kunstwerk anfangen wollte. Ein ziemlich ungepflegter Typ schien das zu sein mit seinen gammeligen Jeans, dem weiten Pullover und den Rastazöpfen, bei deren Anblick man sich fragte, wann diese denn zum letzten Mal gewaschen wurden.

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November 14, 2008 Geschrieben von | Kurzgeschichten | , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Vollmond über Père Lachaise

Ruhig liegt die Nacht über den Gräbern von Père Lachaise. Sie hat sie eingehüllt wie eine warme, schützende

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Decke. Der blassrunde Vollmond erstrahlt in kühlem Glanz und sieht mit seinen großen Augen auf die Erde herab. Lange Schatten sieht man auf dem Boden, geworfen von gewaltigen Monumenten, Statuen und Bäumen. Es ist windstill und außer einem Knacken hier und da oder einem Rascheln im Gebüsch ist nichts zu hören. Das große Tor ist schon lange geschlossen und hat den Tag für die nächsten Stunden ausgesperrt.

 

Von weitem hört man die Uhr der Kirche, wie sie drei Viertel schlägt. Noch fünfzehn Minuten bis Mitternacht, bis zur großen Stunde. Da oder dort machen sich leichte Schatten bemerkbar, Schatten, die sich aus verschiedenen Richtungen langsam zum Mittelpunkt des alten Friedhofes bewegen. Es sind Frauen und Männer längst vergangener Tage, Hexen, Zauberkünstler, Musiker, Gaukler und Harlekine. Sie treffen sich zu einer mitternächtlichen Feier, einem magischen Fest, einer Nacht der Erinnerungen. Schweigend stellen sie sich in einem Kreis zusammen. Das weiße Mondlicht erhellt ihre blassen, makellosen Gesichter und ihre bunten Gewänder. Regungslos stehen sie mit geschlossenen Augen nebeneinander. Die Turmuhr schlägt leise zur Mitternacht.

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November 16, 2008 Geschrieben von | Kurzgeschichten | , , , , , , , | 1 Kommentar

Regenschirme sind nur was für Weicheier!

Vancouvers Regen ist weltbekannt. Man sagte uns das schon vor unserer Abfahrt und als wir hier im Frühjahr ankamen, regnete es auch. Zwar nur mäßig, aber immerhin.

Am zweiten Tag wurden wir von einem Servicedienst einer Autovermietung vom Hotel abgeholt, um unseren Mietwagen in Empfang zu nehmen. Es regnete immer noch. Ein sehr netter, dunkelhäutiger Mann mit riesiger Sonnenbrille trotz Nieselwetter fuhr uns zu enterprise car-rental und erzählte uns unterwegs vom fääääiiiimeesss Vancouver räääiiin und lachte dabei über das ganze Gesicht wie Louis Armstrong zu seinen besten Zeiten.

Bis Ende Oktober hatten wir hier dann den schönsten Sommer seit Jahren. Vancouver zeigte sich von seiner traumhaftesten Seite mit Temperaturen bis 45 Grad, was allerdings auch hier eine absolute Ausnahme ist. Ansonsten pendelte sich das Termometer irgendwo um die Mitte 30 Grad ein und das den ganzen Sommer lang. Wunderbar. Das war unser roter Teppich. Ein Willkommensgruß an die Neulinge in diesem wunderschönen Land. Wir hatten es schließlich auch verdient.

Nun hat uns der Winter hier erreicht und damit auch wieder der fääääiiiimeesss Vancouver räääiiin (ich hab schon wieder Louis Armstrong vor mir). Der Regen ist zwar nie von sehr langer Dauer und der Himmel reißt auch immer wieder auf. Aber wenn es regnet, dann schüttet es gleich wie aus Kübeln gegossen. Die Gummistiefel gehören hier zum guten Ton, ein schickes, modisches Accessoir neben Sandaletten oder Stiefeletten. Was fehlt sonst noch zum Glück? Ein Regenschirm. Weiterlesen »

Dezember 9, 2009 Geschrieben von | Uncategorized, westfriends on tour | , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Planning – update!

Planning – update!
Es ist doch interessant, was dieses Fach  so bewirkt. Ich staune.

Unser Sohn hat in den letzten Wochen ziemlich intensiv über seiner Zukunft gebrütet. Er hat wenig darüber gesprochen, uns eigentlich gar nicht einbezogen. In der Schule haben sie weiterhin ihre Selbsttests gemacht und sich vor allem dort miteinander und auch übereinaner – im Beisein selbstverständlich – unterhalten. Der Lehrer hat ihnen dann mehrfach den Auftrag gegeben, sich aus den Arbeitsergebnissen die Berufe mit den größten Interessens-Schnittmengen herauszusuchen und sich dann Informationsmaterial aus dem Internet zu besorgen. Als Quellen dienten die hiesigen Hochschulen und Colleges, Regierungsseiten wie z.B. workfutures. Weiterlesen »

Dezember 8, 2009 Geschrieben von | Uncategorized, westfriends on tour | , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Planning ….das etwas andere Schulfach!

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Seit September 2009 besucht unser Sohn eine unabhängige secondary school hier in Greater Vancouver Area. Aus verschiedenen Gründen hatten wir uns für diese Schule entschieden und nicht für eine öffentliche. Der Hauptgrund war, dass er in den öffentlichen Schulen direkt in die Klasse 12 gekommen wäre. Hier werden in erster Linie die Schüler dem Alter entsprechend eingeordnet, das nötige Wissen wird dann im Laufe des Schuljahres von den Lehrern “beigeschaufelt”. Uns war das nicht so geheuer, weil er dann binnen 9 Monaten mit der Schule fertig gewesen wäre, um die Universität zu besuchen und das erschien uns zu knapp.

In dieser Schule nun läuft der Unterricht auch völlig anders ab, als wir das so kennen bzw. auch als es hier üblicherweise so läuft. Das Schuljahr wird in vier terms zu je neun Wochen unterteilt. In jedem Term werden nur 2 Fächer unterrichtet, in denen der Stoff des ganzen Schuljahres intensiv vermittelt wird. Intensiv ist fast noch untertrieben, denn wenn man sich – so wie unser Sohn – dann für den advanced level entscheidet, heißt es: Schule von morgens 9 bis nachmittags um 3 oder 4 (je nachdem) und dann anschließend bis abends etwa 9 oder 10 Uhr Hausaufgaben. Die Hausaufgaben werden wöchentlich abgegeben und fließen zu etwa 30 Prozent in die Note ein. Werden keine Hausaufgaben abgegeben, gilt der Kurs als nicht bestanden. Grundsätzlich aber werden wöchentlich Tests geschrieben. Weiterlesen »

November 19, 2009 Geschrieben von | westfriends on tour | , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Irgendwo…(2)

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Ian saß am Steuer und hielt lässig mit beiden Händen das große Lenkrad fest. Schnurgerade zog sich der highway vor ihm hin und führte auf den nächsten Hügel hinauf, wo er einfach im Himmel zu enden schien. Er lachte bei dem Anblick, denn das erinnerte ihn an sein Leben in Silverstone Creek, Colorado. Er konnte sich noch sehr gut an die erste Zeit in diesem endlosen Land erinnern, als er mit seiner Familie aus Irland hier hergekommen war. Er war der älteste von drei Kindern und zusammen mit seinem Vater, seiner Mutter und den Großeltern hatten sie sich mit dem Schiff aufgemacht, um in der großen unbekannten Welt ein neues Leben zu beginnen. Er wusste nicht mehr, warum es sie ausgerechnet in dieses kleine Nest in Colorado verschlagen hatte, er konnte sich aber dumpf erinnern, dass der Ort ungefähr so viele Einwohner hatte wie Buchstaben in seinem Namen. Ein winziger Fleck im Nirgendwo auf einer nicht enden wollenden Landkarte. Damals, als 12-jähriger, hatte ihm das noch nicht so viel ausgemacht, weil diese endlose Weite, diese gigantische Natur auch für ihn grenzenlose Freiheit bedeutete. Was sie auslösen sollte, wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Sein Vater, ein fleißiger Handwerker, hatte sich in den Kopf gesetzt, nun ausgerechnet in diesem winzig kleinen Nest ein Elektrogeschäft mit Handwerksbetrieb zu eröffnen. Seine drei Söhne hatte er dazu voll und ganz eingeplant und so fand sich Ian als Ältester nun täglich im Geschäft wieder. Sein Leben bestand nur aus Schule und Arbeit. Er sah es ein, dass er seinem Vater helfen musste, eine Existenz für die Familie zu schaffen, doch jedesmal, wenn er aus dem Fenster neben dem Verkaufstisch blickte, sah er diesen wundervollen sanften Hügel, hinter dem jeden Abend die Sonne verschwand und jedesmal sah er ganz sehnsüchtig hinüber und malte sich in den schönsten Farben aus, wie es wohl dahinter aussehen mochte. Wie war das Land hinter dem Hügel, hinter dem nächsten Berg und dem danach?

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September 16, 2009 Geschrieben von | Kurzgeschichten | Hinterlasse einen Kommentar

Irgendwo…

halten, weiterfahren oder ankommen?

pixelio.de - n.försterEs war wieder Abend im Broken Wheel, dem kleinen Truckstop an der Kreuzung der beiden großen und endlos scheinenden Highways mitten in Nebraska, einer jener besonderen und doch immer gleichbleibenden Abende, die den Alltag auf ihre Weise erhellten. Pete saß wie immer mittwochs in der Ecke des Gastraumes und war schweigend in seine Arbeit vertieft. Es störte ihn nicht, dass die Männer im Raum viel zu laut ihre Geschichten erzählten, um das Dröhnen der Musikbox zu übertönen. Er registrierte es nicht einmal, denn viel zu sehr war er in seiner eigenen Gedankenwelt versunken.

“Ach Becky“, dachte er, nahm den feinsten Pinsel, den er hatte und tauchte ihn zunächst in schwarz, dann in tiefes Rot, um die Farben anschließend sauber zu vermischen. Sorgfältig und mit ruhiger Hand zeichnete er damit die Ränder der rubinroten Murmeln auf seinem Bild nach und verlieh ihnen damit ein kugelrundes Aussehen mit schillernder Tiefe. „Becky, Becky, Becky. Weißt du eigentlich, wie sehr du noch in meinem Leben bist?“ er holte tief Luft und überlegte kurz. „Jeden einzelnen Tag! Jeden einzelnen Tag.“ Er malte über eine weitere, in vielen Rottönen schillernde, Glaskugel in seinem Bild. Sie lag da wie ein unverletzlicher Edelstein zwischen den silbergrauen, scharfkantigen Felsbrocken. „Weißt du, dass ich den Tisch immer noch genau so decke wie früher, als wir noch zusammen waren und du das immer gemacht hast? Wieviel Liebe du da hineingesteckt hast, ist mir erst viel später bewusst geworden und seit dem ich es genau so mache, schmeckt mir das Essen auch viel besser. Dass es da einen Zusammenhang gibt, das hätte ich früher niemals erkannt, obwohl wir so oft darüber gestritten haben. Weißt du das noch?“ Sorgfältig und langsam zog er die Rundungen der tiefroten kleineren und größeren Kugeln nach. „Auch die Art, wie du die Betten gemacht hast, wie du die vielen bunten Kissen liebevoll aufgetürmt hast, damit man sich nur noch hineinlegen wollte. Ich mache es jetzt auch so, so als wärest du nie fortgegangen. Seltsam nicht? Du würdest staunen, was du aus so einem ungeschliffenen, kantigen Klotz wie mir gemacht hast. Leider zu spät, Becky. Für uns leider zu spät.“ Weiterlesen »

August 25, 2009 Geschrieben von | Kurzgeschichten | , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die erste Wurzel…

Seit Tagen, nein eher seit Wochen, liegen mir meine Lieben in den Ohren, dass ich dringendst zum Frisör gehen müsse. „Da muss mal ein Schnitt rein“ ist noch eine der harmloseren Äußerungen. Gut, zwischenzeitlich habe ich mir dann auch mal selbst geholfen, weil ich nichts mehr sehen konnte, aber den Rest sollte und wollte ich dann doch eigentlich einem Fachmann bzw. der Fachfrau überlassen.

In Deutschland hätte ich auch sofort gewusst wo, denn schließlich hatte ich schon seit Jahren den Salon meines Vertrauens einschließlich der Fachfrau mit den perfekten Händen für den perfekten Schnitt. Sowas weiß ich nur allzugut zu schätzen, denn schließlich kenne ich auch die andere Seite der Medaille, nämlich die, dass man nach dem Frisörbesuch mit hochgeklapptem Mantelkragen und gesenkten Hauptes nach Hause stürmt, um dann schnurstracks das Badezimmer aufzusuchen, den Kopf nochmal unters Wasser zu halten, um dann zu retten was noch zu retten ist. Weiterlesen »

Juni 24, 2009 Geschrieben von | westfriends on tour | , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Go volunteer….

Das ist etwas völlig neues für uns. Wir kennen in Deutschland auch, dass man sich in seiner Freizeit für etwas engagiert, bei der freiwilligen Feuerwehr z.B. oder aber politisch in einer Partei, im Krankenhaus bei den „grünen Damen“ oder ähnlichem.

Aber eine durch und durch kultivierte Freiwilligenarbeit, so wie das hier in Kanada organisiert ist, kennen wir das nicht. Volunteering gehört hier nicht nur zum guten Ton, es ist fester Bestandteil dieser Kultur. Wie so etwas funktioniert, kann man auf dieser Seite www.govolunteer.ca sehr gut nachlesen. Es gibt in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens Möglichkeiten der Freiwilligenarbeit, angefangen von regelmäßigen Diensten in öffentlichen Einrichtungen bis hin zu einzelnen Veranstaltungen, wie z.B. das traditionelle Drachenbootrennen, das nächstes Wochenende hier in Vancouver stattfinden wird.

Eine solche Einrichtung ist die Habitat for Humanity Canada. Diese Organisation sorgt für preisgünstigen Wohnraum für einkommensschwächere Familien. In überwiegend freiwillig geleisteter Arbeit werden Häuser und Wohnungen erstellt, die zudem noch wirklich hübsch aussehen und in verkehrsgünstiger Lage sind. Mitmachen darf jeder, vom Laien bis zum Fachmann. Sogar Fachfirmen werden für wichtige Dinge, wie z.B. Wasser und Elektrik, eingebunden. Familien mit einem Jahreseinkommen bis zu 60000 Dollar koennen dann ein solches Haus zum halben Herstellungspreis erwerben. Als Gegenleistung dafuer muessen sie sich zu regelmaessigen Sozialstunden verpfichten. Weiterlesen »

Juni 20, 2009 Geschrieben von | westfriends on tour | , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Mein erstes jobinterview

Am Donnerstag um 13.30 h war es so weit. Ich hatte mein erstes Vorstellungsgespraech in Kanada und ich muss sagen, ich war richtig stolz auf mich.

Eigentlich haengt nichts davon ab, das machte es fuer mich einfacher. Schon seit laengerem stehe ich mit der Firma, einem ziemlich grossen recruiter hier, in Kontakt. Meine Unterlagen hatten sie schon laenger und Anfang letzter Woche bekam ich einen update-Anruf von Chelsea. Es ging im wesentlichen nur darum, ob sich bei mir etwas veraendert hatte oder nicht. Bei der Gelegenheit haben wir dann gleich einen Termin fuer ein persoenliches Gespraech vereinbart. Weiterlesen »

Juni 7, 2009 Geschrieben von | westfriends on tour | , , , | 1 Kommentar

Um die Ecke – II

Ebenfalls ganz in der Naehe liegt Port Moody, eine huebsche kleinere Stadt „City of the Arts“ genannt, mit einem doch recht grossen Hafen fuer richtig grosse Schiffe.

Nichts desto trotz wurde auch hier alles fuer Freizeitvergnuegen getan, ganz besonders am Meeresufer. Port Moody liegt nicht etwa an einem Fluss, sondern an einem ziemlich langen Meeresarm. Rundherum gibt es verwunschene Wege und auch kleinere Strassen, die extra fuer die vielen outdoor-Vergnuegungen hergerichtet wurden. Joggen, Wandern, Radfahren, Skaten… der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auffaellig ist aber, dass die Spaziergaenger deutlich in der Minderheit sind. Begegnet man in Deutschland als Spaxiergaenger hin- und wieder einem Jogger, so trifft man hier als Sportler aller Art hin und wieder einen Spaziergaenger. :-) . Jenes langsame Fussvolk ist also hier deutlich in der Minderheit. Ob sie Artenschutz geniessen konnte ich noch nicht herausfinden, aber ein schlechtes Gewissen koennte man schon bekommen, wenn die immer freundlichen Kanadier staendig an einem vorbeiflitzen. Weiterlesen »

Juni 7, 2009 Geschrieben von | westfriends on tour | , , , | Hinterlasse einen Kommentar

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