Westfriends’s Blog

Planning ….das etwas andere Schulfach!

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Seit September 2009 besucht unser Sohn eine unabhängige secondary school hier in Greater Vancouver Area. Aus verschiedenen Gründen hatten wir uns für diese Schule entschieden und nicht für eine öffentliche. Der Hauptgrund war, dass er in den öffentlichen Schulen direkt in die Klasse 12 gekommen wäre. Hier werden in erster Linie die Schüler dem Alter entsprechend eingeordnet, das nötige Wissen wird dann im Laufe des Schuljahres von den Lehrern “beigeschaufelt”. Uns war das nicht so geheuer, weil er dann binnen 9 Monaten mit der Schule fertig gewesen wäre, um die Universität zu besuchen und das erschien uns zu knapp.

In dieser Schule nun läuft der Unterricht auch völlig anders ab, als wir das so kennen bzw. auch als es hier üblicherweise so läuft. Das Schuljahr wird in vier terms zu je neun Wochen unterteilt. In jedem Term werden nur 2 Fächer unterrichtet, in denen der Stoff des ganzen Schuljahres intensiv vermittelt wird. Intensiv ist fast noch untertrieben, denn wenn man sich – so wie unser Sohn – dann für den advanced level entscheidet, heißt es: Schule von morgens 9 bis nachmittags um 3 oder 4 (je nachdem) und dann anschließend bis abends etwa 9 oder 10 Uhr Hausaufgaben. Die Hausaufgaben werden wöchentlich abgegeben und fließen zu etwa 30 Prozent in die Note ein. Werden keine Hausaufgaben abgegeben, gilt der Kurs als nicht bestanden. Grundsätzlich aber werden wöchentlich Tests geschrieben. Weiterlesen »

November 19, 2009 Verfasst von westfriends | westfriends on tour | , , , , , , | Noch keine Kommentare

Irgendwo…(2)

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Ian saß am Steuer und hielt lässig mit beiden Händen das große Lenkrad fest. Schnurgerade zog sich der highway vor ihm hin und führte auf den nächsten Hügel hinauf, wo er einfach im Himmel zu enden schien. Er lachte bei dem Anblick, denn das erinnerte ihn an sein Leben in Silverstone Creek, Colorado. Er konnte sich noch sehr gut an die erste Zeit in diesem endlosen Land erinnern, als er mit seiner Familie aus Irland hier hergekommen war. Er war der älteste von drei Kindern und zusammen mit seinem Vater, seiner Mutter und den Großeltern hatten sie sich mit dem Schiff aufgemacht, um in der großen unbekannten Welt ein neues Leben zu beginnen. Er wusste nicht mehr, warum es sie ausgerechnet in dieses kleine Nest in Colorado verschlagen hatte, er konnte sich aber dumpf erinnern, dass der Ort ungefähr so viele Einwohner hatte wie Buchstaben in seinem Namen. Ein winziger Fleck im Nirgendwo auf einer nicht enden wollenden Landkarte. Damals, als 12-jähriger, hatte ihm das noch nicht so viel ausgemacht, weil diese endlose Weite, diese gigantische Natur auch für ihn grenzenlose Freiheit bedeutete. Was sie auslösen sollte, wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Sein Vater, ein fleißiger Handwerker, hatte sich in den Kopf gesetzt, nun ausgerechnet in diesem winzig kleinen Nest ein Elektrogeschäft mit Handwerksbetrieb zu eröffnen. Seine drei Söhne hatte er dazu voll und ganz eingeplant und so fand sich Ian als Ältester nun täglich im Geschäft wieder. Sein Leben bestand nur aus Schule und Arbeit. Er sah es ein, dass er seinem Vater helfen musste, eine Existenz für die Familie zu schaffen, doch jedesmal, wenn er aus dem Fenster neben dem Verkaufstisch blickte, sah er diesen wundervollen sanften Hügel, hinter dem jeden Abend die Sonne verschwand und jedesmal sah er ganz sehnsüchtig hinüber und malte sich in den schönsten Farben aus, wie es wohl dahinter aussehen mochte. Wie war das Land hinter dem Hügel, hinter dem nächsten Berg und dem danach?

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September 16, 2009 Verfasst von westfriends | Kurzgeschichten | | Noch keine Kommentare

Irgendwo…

halten, weiterfahren oder ankommen?

pixelio.de - n.försterEs war wieder Abend im Broken Wheel, dem kleinen Truckstop an der Kreuzung der beiden großen und endlos scheinenden Highways mitten in Nebraska, einer jener besonderen und doch immer gleichbleibenden Abende, die den Alltag auf ihre Weise erhellten. Pete saß wie immer mittwochs in der Ecke des Gastraumes und war schweigend in seine Arbeit vertieft. Es störte ihn nicht, dass die Männer im Raum viel zu laut ihre Geschichten erzählten, um das Dröhnen der Musikbox zu übertönen. Er registrierte es nicht einmal, denn viel zu sehr war er in seiner eigenen Gedankenwelt versunken.

“Ach Becky“, dachte er, nahm den feinsten Pinsel, den er hatte und tauchte ihn zunächst in schwarz, dann in tiefes Rot, um die Farben anschließend sauber zu vermischen. Sorgfältig und mit ruhiger Hand zeichnete er damit die Ränder der rubinroten Murmeln auf seinem Bild nach und verlieh ihnen damit ein kugelrundes Aussehen mit schillernder Tiefe. „Becky, Becky, Becky. Weißt du eigentlich, wie sehr du noch in meinem Leben bist?“ er holte tief Luft und überlegte kurz. „Jeden einzelnen Tag! Jeden einzelnen Tag.“ Er malte über eine weitere, in vielen Rottönen schillernde, Glaskugel in seinem Bild. Sie lag da wie ein unverletzlicher Edelstein zwischen den silbergrauen, scharfkantigen Felsbrocken. „Weißt du, dass ich den Tisch immer noch genau so decke wie früher, als wir noch zusammen waren und du das immer gemacht hast? Wieviel Liebe du da hineingesteckt hast, ist mir erst viel später bewusst geworden und seit dem ich es genau so mache, schmeckt mir das Essen auch viel besser. Dass es da einen Zusammenhang gibt, das hätte ich früher niemals erkannt, obwohl wir so oft darüber gestritten haben. Weißt du das noch?“ Sorgfältig und langsam zog er die Rundungen der tiefroten kleineren und größeren Kugeln nach. „Auch die Art, wie du die Betten gemacht hast, wie du die vielen bunten Kissen liebevoll aufgetürmt hast, damit man sich nur noch hineinlegen wollte. Ich mache es jetzt auch so, so als wärest du nie fortgegangen. Seltsam nicht? Du würdest staunen, was du aus so einem ungeschliffenen, kantigen Klotz wie mir gemacht hast. Leider zu spät, Becky. Für uns leider zu spät.“ Weiterlesen »

August 25, 2009 Verfasst von westfriends | Kurzgeschichten | , , , , , | Noch keine Kommentare

Die erste Wurzel…

Seit Tagen, nein eher seit Wochen, liegen mir meine Lieben in den Ohren, dass ich dringendst zum Frisör gehen müsse. „Da muss mal ein Schnitt rein“ ist noch eine der harmloseren Äußerungen. Gut, zwischenzeitlich habe ich mir dann auch mal selbst geholfen, weil ich nichts mehr sehen konnte, aber den Rest sollte und wollte ich dann doch eigentlich einem Fachmann bzw. der Fachfrau überlassen.

In Deutschland hätte ich auch sofort gewusst wo, denn schließlich hatte ich schon seit Jahren den Salon meines Vertrauens einschließlich der Fachfrau mit den perfekten Händen für den perfekten Schnitt. Sowas weiß ich nur allzugut zu schätzen, denn schließlich kenne ich auch die andere Seite der Medaille, nämlich die, dass man nach dem Frisörbesuch mit hochgeklapptem Mantelkragen und gesenkten Hauptes nach Hause stürmt, um dann schnurstracks das Badezimmer aufzusuchen, den Kopf nochmal unters Wasser zu halten, um dann zu retten was noch zu retten ist. Weiterlesen »

Juni 24, 2009 Verfasst von westfriends | westfriends on tour | , , , , , , | Noch keine Kommentare

Go volunteer….

Das ist etwas völlig neues für uns. Wir kennen in Deutschland auch, dass man sich in seiner Freizeit für etwas engagiert, bei der freiwilligen Feuerwehr z.B. oder aber politisch in einer Partei, im Krankenhaus bei den „grünen Damen“ oder ähnlichem.

Aber eine durch und durch kultivierte Freiwilligenarbeit, so wie das hier in Kanada organisiert ist, kennen wir das nicht. Volunteering gehört hier nicht nur zum guten Ton, es ist fester Bestandteil dieser Kultur. Wie so etwas funktioniert, kann man auf dieser Seite www.govolunteer.ca sehr gut nachlesen. Es gibt in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens Möglichkeiten der Freiwilligenarbeit, angefangen von regelmäßigen Diensten in öffentlichen Einrichtungen bis hin zu einzelnen Veranstaltungen, wie z.B. das traditionelle Drachenbootrennen, das nächstes Wochenende hier in Vancouver stattfinden wird.

Eine solche Einrichtung ist die Habitat for Humanity Canada. Diese Organisation sorgt für preisgünstigen Wohnraum für einkommensschwächere Familien. In überwiegend freiwillig geleisteter Arbeit werden Häuser und Wohnungen erstellt, die zudem noch wirklich hübsch aussehen und in verkehrsgünstiger Lage sind. Mitmachen darf jeder, vom Laien bis zum Fachmann. Sogar Fachfirmen werden für wichtige Dinge, wie z.B. Wasser und Elektrik, eingebunden. Familien mit einem Jahreseinkommen bis zu 60000 Dollar koennen dann ein solches Haus zum halben Herstellungspreis erwerben. Als Gegenleistung dafuer muessen sie sich zu regelmaessigen Sozialstunden verpfichten. Weiterlesen »

Juni 20, 2009 Verfasst von westfriends | westfriends on tour | , , , , , | Noch keine Kommentare

Mein erstes jobinterview

Am Donnerstag um 13.30 h war es so weit. Ich hatte mein erstes Vorstellungsgespraech in Kanada und ich muss sagen, ich war richtig stolz auf mich.

Eigentlich haengt nichts davon ab, das machte es fuer mich einfacher. Schon seit laengerem stehe ich mit der Firma, einem ziemlich grossen recruiter hier, in Kontakt. Meine Unterlagen hatten sie schon laenger und Anfang letzter Woche bekam ich einen update-Anruf von Chelsea. Es ging im wesentlichen nur darum, ob sich bei mir etwas veraendert hatte oder nicht. Bei der Gelegenheit haben wir dann gleich einen Termin fuer ein persoenliches Gespraech vereinbart. Weiterlesen »

Juni 7, 2009 Verfasst von westfriends | westfriends on tour | , , , | 1 Kommentar

Um die Ecke – II

Ebenfalls ganz in der Naehe liegt Port Moody, eine huebsche kleinere Stadt „City of the Arts“ genannt, mit einem doch recht grossen Hafen fuer richtig grosse Schiffe.

Nichts desto trotz wurde auch hier alles fuer Freizeitvergnuegen getan, ganz besonders am Meeresufer. Port Moody liegt nicht etwa an einem Fluss, sondern an einem ziemlich langen Meeresarm. Rundherum gibt es verwunschene Wege und auch kleinere Strassen, die extra fuer die vielen outdoor-Vergnuegungen hergerichtet wurden. Joggen, Wandern, Radfahren, Skaten… der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auffaellig ist aber, dass die Spaziergaenger deutlich in der Minderheit sind. Begegnet man in Deutschland als Spaxiergaenger hin- und wieder einem Jogger, so trifft man hier als Sportler aller Art hin und wieder einen Spaziergaenger. :-) . Jenes langsame Fussvolk ist also hier deutlich in der Minderheit. Ob sie Artenschutz geniessen konnte ich noch nicht herausfinden, aber ein schlechtes Gewissen koennte man schon bekommen, wenn die immer freundlichen Kanadier staendig an einem vorbeiflitzen. Weiterlesen »

Juni 7, 2009 Verfasst von westfriends | westfriends on tour | , , , | Noch keine Kommentare

Um die Ecke

Der Sommer kommt mit Macht. Man merkt es nicht nur am Wetter, wobei wir uns darüber nun überhaupt nicht beklagen können, denn seit unserer Ankunft vor 2 Monaten haben wir wirklich überwiegend schönes Wetter gehabt. Selbst wenn es mal geregnet hat, war es kurz danach zumindest wieder trocken und klar, meistens sogar auch wieder schön. Wenn wir aus unseren Fenstern sehen, haben wir einen traumhaften Blick über Burnaby. Man sieht ein ganz kleines Stück vom highway, aber der Rest ist eingetaucht in ein Meer von Bäumen. Wären nicht vereinzelt ein paar Hochhäuser mit den hier berühmten Condomiums, also Komfort-Eigentumswohnungen, käme niemand auf die Idee, dass Burnaby eine eigene Großstadt ist, immerhin die drittgrößte Stadt British-Columbias mit über 216.000 Einwohnern. Weiterlesen »

Juni 7, 2009 Verfasst von westfriends | westfriends on tour | , , , , | Noch keine Kommentare

Learn the rules

Auch in Kanada lebt man nicht von Luft und Liebe und genau deshalb wollen wir uns nun kopfueber in den kanadischen Arbeitsmarkt stuerzen. Auch hier gibt es Spuren der Rezession, was das alles ein bisschen erschwert, aber im Vergleich zu Europa bzw. Deutschland lebt man hier doch noch eher auf der Insel der Gluecksseeligen. Die Olympics 2010 werfen ihre Schatten voraus und daher gibt es hier noch viele Baustellen. Welch eine Freude, insbesondere fuer den Hausherrn :-) ).

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Mai 26, 2009 Verfasst von westfriends | westfriends on tour | , , , , | Noch keine Kommentare

Internet? – No problem at all – it’s that simple

Das genau sagte uns der Verkäufer im London Drugs Store, als wir bei ihm das neueste vom neuen in Sachen Internet der Firma Rogers, das portable Internet, erwarben. Ein Zugang, bei dem man sich – einmal installiert – an jeder Steckdose via Satellit ins Netz einloggen kann. Einmalig 99 Dollar plus 44,50 Dollar monatliche Gebühren für ein Jahr und dem unbegrenzten Surfvergnügen sollten keine Grenzen gesetzt sein.

Drei Schritte sollten dazu führen, wie man unschwer auf der Verpackung nachlesen kann. First step:  Call Rogers.

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April 22, 2009 Verfasst von westfriends | westfriends on tour | | Noch keine Kommentare